Hallo, ich bin Vorsitzender der Fördervereine des Schulbiologiezentrums und der IGS Linden und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD. Produkte dieser ehrenamtlichen Arbeit sind Information und Zeitungen. Hans-Dieter Keil-Süllow

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2014

Schon an Weihnachten gedacht ?

Kalender 2014 der Friedensgruppe/PlakatgruppeWir - die Friedensgruppe Nordstadt und die Plakatgruppe des Pavillons - gestalten seit längerem Plakate an der Wand des Raschplatzpavillons.

Eine Auswahl der schönsten Plakate der letzten Jahre finden Sie auf unserem Postkartenkalender 2014. Für 6 € erhalten Sie den Kalender im Bildungsverein, im "Was nun?" in der Nordstadt, im "ANNABEE BUCHLADEN" in Linden und an anderen Orten in Hannover

ODER Sie bestellen den Postkartenkalender 2014 bei Jochen Rogge jochen.rogge@arcor.de.

Das PLAKAT-AM-PAVILLON wird von einem Zusammenschluss der Friedensgruppe Nordstadt mit der Plakatgruppe Pavillon seit ca. 10 Jahren gestaltet. Dabei steht der Spaß an der gemeinsamen Arbeit mit Kopf und Hand im Vordergrund.

Der Wille, den Ärger über Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft und der Welt sinnvoll und kreativ Ausdruck zu verleihen, ist dabei unser Ansporn. Viele politische, wunderbare, sommerliche, weihnachtliche, gesellschaftskritische, bunte, künstlerische, verträumte, mit Weisheiten versehene Plakate sind im Wandel der Zeiten hierbei entstanden.

>> Homepage der Friedensgruppe Nordstadt / Plakatgruppe am Pavillon

 

2007/2008

Der Thurntaler in Osttirol

>> Bilder einiger Urlaube in der Hofelet-Alm auf dem Thurntaler

Die Hofelet-Alm am 02.01.2008 an der Thurntaler Rast. Die Hofelet-Alm ist die Almhütte rechts mit schöner Sicht über mehrere Täler.

Dieser Dezember zeichnete sich durch eine lange Schönwetterperiode aus mit viel Sonne, sehr gutem Maschinenschnee. In nur zwei Tagen hatte die Almhütte ein neues Dach bekommen. Die Abfahrt nach Sillian war bearbeitet worden und so gut wie noch nie befahrbar.

Der Blick vom Balkon der Hütte war so schön wie immer.

 

2006/2007

Der Thurntaler in Osttirol

>> Bilder einiger Urlaube in der Hofelet-Alm auf dem Thurntaler

Die Hofelet-Alm am 03.01.2007 an der Thurntaler Rast - gesehen vom 4-er Sessellift von Ausservillgraten zum Thurntaler. Die Hofelet-Alm ist die Almhütte rechts mit schöner Sicht über mehrere Täler.

Der lange Bügellift von der Thurntaler Rast (2000 m Höhe) hoch zum Thurntaler (2400 m Höhe) aus dem Jahr 1973 soll im Jahr 2007 durch einen 6-er Sessellift abgelöst werden.

Der Blick vom Thurntaler auf das Skigebiet - rechts der künstlich angelegte See zur Wasserversorgung der "Maschinen-Schnee"-Kanonen.

>> Die Thurntaler Rast - das Almgasthaus und die Hütten

>> Livecam vom Thurntaler ins Tal www.hochpustertal-ski.at - siehe Bild unten

>> Bericht aus dem Skigebiet Osttirol und insbesondere das Hochpustertal liegt abseits der großen Touristenströme und ist zum Glück noch nicht vom Massentourismus geprägt.

>> Bergbahn-Details zum Thurntaler

 
05.06.2012 Bertelsmann-Stiftung: Ausbau der Ganztagsschulen kommt voran, aber Studie bemängelt konzeptionelles Vakuum / Nur 13 Prozent der Schüler besuchen eine gebundene Ganztagsschule

Gute Rahmenbedingungen für individuelle Förderung vor allem in gebundenen Ganztagsschulen – flächendeckender Ausbau kostet jährlich 9,4 Milliarden Euro zusätzlich

Immer mehr Schulen in Deutschland stellen auf Ganztagsbetrieb um, aber es fehlen übergreifende Konzepte und Qualitätsstandards. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, die das "Reformprojekt Ganztagsschule" auf den Prüfstand stellt. Im Schuljahr 2010/11 machte mehr als jede zweite Schule Ganztagsangebote (51,1 Prozent). Gegenüber dem Schuljahr zuvor bedeutet dies einen Anstieg um mehr als acht Prozent. Der Anteil der Schüler, die diese Ganztagsangebote nutzen, steigt dagegen vergleichsweise langsam, von 26,9 Prozent im Schuljahr zuvor auf nun 28,1 Prozent. ......
Zugang zu einer gebundenen Ganztagsschule, in der die Teilnahme am ganztägigen Unterricht für alle Schüler verbindlich ist, haben lediglich 12,7 Prozent der Schüler (Vorjahr: 11,9). Dieser Form der Ganztagsschule attestiert die Studie besonders große Möglichkeiten, das soziale und kognitive Lernen zu fördern. "Die gebundene, für alle Schüler verbindliche Ganztagsschule bietet gegenüber der offenen Ganztagsschule die besseren Rahmenbedingungen, um jedes Kind individuell zu fördern", sagte Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Zudem sei es einfacher, Konzentrations- und Entspannungsphasen abzuwechseln und den starren 45-Minuten-Takt aufzubrechen.

Die gebundene Ganztagsschule ist zugleich der teuerste Schultyp unter den Ganztagsmodellen. In einer zweiten aktuellen Studie hat der Essener Bildungsforscher Prof. Klaus Klemm für die Bertelsmann Stiftung berechnet, dass die Länder 9,4 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr investieren müssen, wenn alle Schüler ganztägig unterrichtet werden. Der größte Teil dieser Zusatzkosten entfiele auf die Länder Nordrhein-Westfalen (2,0 Mrd.), Bayern (1,7 Mrd.) und Baden-Württemberg (1,4 Mrd.).

Damit die Ganztagsschule ihr Potenzial ausschöpfen kann, nennt die DJI-Studie drei wesentliche Faktoren: Erstens eine regelmäßige Teilnahme aller Schüler, zweitens eine hohe Qualität der Lernangebote und drittens eine Einbettung in kommunale Bildungslandschaften – also die Zusammenarbeit etwa mit Kindertagesstätten, anderen Schulen, Ausbildungsbetrieben, Musikschulen und Sportvereinen.

Um dem quantitativen und qualitativen Ausbau den nötigen Nachdruck zu verleihen, spricht sich Dräger für einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz aus. "Jedes Kind in Deutschland sollte die Möglichkeit haben, eine gebundene Ganagsschule zu besuchen. Mehr Ganztagsschulen alleine helfen allerdings nicht. Wir müssen auch dringend das konzeptionelle Vakuum überwinden, das die Ganztagsschule heute noch umgibt", sagte Dräger. Der weitere Ausbau solle sich am Leitbild der individuellen Förderung orientieren, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern. "Sonst werden die Potenziale der Ganztagsschule weitgehend verschenkt", so Dräger.

Bildungsforscher Prof. Thomas Rauschenbach bemängelt als Autor der DJI-Studie, der bisherige Ausbau sei "eine Reise in die Zukunft ohne klares Ziel". Der Ausbau der Ganztagsschulen, eines der größten Reformprojekte im Bildungswesen, hat bislang höchst unterschiedliche Organisationsformen und Typen hervorgebracht: Offene, gebundene oder teilgebundene Ganztagsschulen, also mit freiwilliger bis verpflichtender Teilnahme, variieren erheblich in Zeitstruktur, Kooperationen, Angeboten und individueller Förderung.

Auch beim quantitativen Ausbau bestehen große Unterschiede zwischen den Bundesländern. Die meisten Ganztagsschulen gibt es in Sachsen mit 96,5 Prozent aller Schulen. Dort nutzen mit 73,3 Prozent auch die im Ländervergleich meisten Schüler entsprechende Angebote. Die wenigsten Ganztagsschulen weist Sachsen-Anhalt mit 24,6 Prozent aller Schulen auf. Den deutschlandweit geringsten Anteil von Schülern, die ganztägig zum Unterricht gehen, hat Bayern mit 10,5 Prozent.

Publikationshinweise:

Bertelsmann Stiftung (Hrsg): Ganztagsschule als Hoffnungsträger für die Zukunft? Ein Reformprojekt auf dem Prüfstand. Expertise des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Gütersloh 2012. >> http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-58DD663F-E17C900C/bst/hs.xsl/publikationen_112227.htm
Klaus Klemm: Was kostet der gebundene Ganztag? Berechnungen zusätzlicher Ausgaben für die Einführung eines flächendeckenden Ganztagsangebots in Deutschland im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2012. >> www.bertelsmann-stiftung.de/ganztag
>> Mehr zum Ganztag
 
02.03.2012 Gemeinsamer Gesetzentwurf zur Inklusiven Beschulung in Niedersachsen

Frauke Heiligenstadt (MdL, SPD): "Es war stets das Ziel sozialdemokratischer Bildungspolitik, flächendeckend so viel Integration von Kindern mit Behinderungen wie möglich zu erreichen. Dazu zählen Projekte und Konzepte wie „Lernen unter einem Dach“ und die Regionalen Integrationskonzepte (RIK), die Kinder mit Behinderungen integrativ beschulen. Dennoch konnte in der Vergangenheit dem Wunsch vieler Eltern, ihre Kinder mit Behinderungen inklusiv und wohnortnah in allgemeinen Schulen zu fördern, nur zu selten entsprochen werden."

Die SPD habe haben einen Paradigmenwechsel in der Schulpolitik erreicht. Das sind die konkreten Ergebnisse:
Kern des Gesetzentwurfes ist der Rechtsanspruch der Eltern, für ihr Kind eine Schulform zu wählen. Das Gesetz formuliert das Ziel, dass die Schulen in Niedersachsen grundsätzlich inklusive Schulen sind, die allen Kindern mit und ohne Behinderung einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang gewährleisten.
Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion werden aufsteigend ab dem Schuljahr 2012/2013 in dem Schuljahr 1 und ab dem Schuljahrgang 2013/2014 im Schuljahr 5 der allgemeinen Schule eingeführt.
Es können weiterhin Förderschulen mit den jeweiligen Förderschwerpunkten geführt werden. Der Grundschulbereich im Förderpunkt „Lernen“, „Sprache“ und „emotionale und soziale Entwicklung“ soll schrittweise aufgehoben werden.
Inklusive Bildungsangebote werden in allen Schulen in einem längerfristigen Prozess eingerichtet. Deswegen können die Schulträger sogenannte Schwerpunktschulen bestimmen, damit Schülerinnen und Schüler wenigstens eine inklusive allgemeine Schule in zumutbarer Entfernung erreichen können. Diese muss nicht zwingend im Gebiet des Schulträgers liegen. Schulträger können auch interkommunal zusammenarbeiten
Das Gesetz hat eine Revisionsklausel, damit dessen Auswirkungen überprüft werden können. Die Überprüfung soll bis 2018 erfolgen.
>> Statement zur Pressekonferenz der SPD-Landtagsfraktion am 01.03.2012 - am Tag vor der Sitzung des Landtags am 02.03.2012, pdf, 45 kb
>> Zahlen und Statistiken des Nds. Kultusministeriums zu Förderschulen, pdf, 1.402 kb
>> Verhandlungsergebnis zum Gesetzentwurf zur Inklusion, pdf, 62 kb
>> Themenseite Inklusion
 
 
17.06.2011, HNA Auch die prämierte Göttinger Gesamtschule muss das G8-Turbo-Abi einführen / Land bleibt unerbittlich

Hannover/Göttingen. Seit 40 Jahren gibt es Gesamtschulen in Niedersachsen – aus diesem Anlass fand am Freitag ein Festakt mit Kultusminister Bernd Althusmann statt. Doch nach Feiern dürfte Eltern und Lehrern der Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen (IGS) kaum zumute sein: Die Schule – noch vor einer Woche als beste Schule Deutschlands ausgezeichnet – muss ihr Unterrichtsmodell ändern.

Ursache ist die Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8). Denn das Turbo-Abi macht eine frühzeitige Trennung von lernstarken und schwächeren Schülern nötig – was dem Prinzip der IGS völlig widerspricht.
Denn in Deutschland gibt es wenige Schulen, die die Idee einer Gesamtschule so konsequent umsetzen wie die Göttinger: An der IGS werden gute und schwächere Schüler gemeinsam unterrichtet bis einschließlich der zehnten Klasse. Ein Kurssystem mit Leistungsstufen fehlt. Stattdessen arbeiten die Schüler in gemischten Tischgruppen zusammen – starke und schwache sollen voneinander profitieren.
Diese Tischgruppenarbeit wurde bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises der Bosch-Stiftung hervorgehoben. Doch trotz des Titels „Beste Schule Deutschlands“ lehnt das Land eine Ausnahme für die IGS weiter ab.
Deshalb wird das System der Göttinger in einer entscheidenden Phase abgebrochen: Nach der neunten Klasse gehen die besten Schüler ins Turbo-Abi, Haupt- und Realschüler bleiben unter sich. Das sei absolut „systemfremd“ für seine Schule, erklärt Wolfgang Vogelsaenger, Leiter der Göttinger IGS.
Dem Argument, dass es sich ja nur um ein Jahr handele, widerspricht er: „Wir können nachweisen, dass gerade in der zehnten Klasse noch viel passiert.“ Schüler, die in der neunten Klasse noch schwächer waren, erhielten am Ende doch einen erweiterten Realschulabschluss.
Doch das Kultusministerium bleibt hart: Die Vergabe der Allgemeinen Hochschulreife erfolge auch an dieser Schule in der Regel nach zwölf Schuljahren. „Das schließt nicht aus, dass Schüler, die erst am Ende des zehnten Schuljahrgangs die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erwerben, auch an dieser Schule das Abitur nach dreizehn Schuljahren ablegen“, sagt Sprecher Roman Haase. Wer also nach der Trennung seine Leistung verbessert, startet ein Jahr später ins Abi. Allerdings muss er dies ohne die Hilfe der stärkeren Schüler schaffen.
Von Göran Gehlen

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Schulportrait: Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, Göttingen

War das peinlich! "Aziz, kommst du bitte mal, Reinhard möchte dich sprechen!" Aziz wurde ins Lehrerzimmer gerufen, alle bekamen es mit. Sein Klassenlehrer war am Telefon. Der war zu Hause, krankgeschrieben. Wie er denn so mit Mathe klarkomme, wollte Reinhard wissen. Und ob er nachmittags zu ihm kommen könne, um zu üben. "Das war mir damals in der sechsten Klasse furchtbar unangenehm, einen Lehrer zu Hause zu besuchen", erzählt Aziz, heute 19 Jahre alt.

Was sie damals wiederholt haben, daran kann sich Aziz nicht mehr erinnern. Aber diesen Anruf, den vergisst er nicht. Weil Reinhard, sein Lehrer, nicht aufdringlich war oder gar komische Absichten hatte, sondern ihm einfach nur helfen wollte. "Cool", findet Aziz diesen Besuch inzwischen. Der kräftige Oberstufenschüler mit dem dunklen Vollbart geht seit der fünften Klasse auf die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, die in Göttingen nur IGS genannt wird, die Abkürzung für Integrierte Gesamtschule. Aziz hatte eine Empfehlung für die Realschule. Im nächsten Jahr wird er Abitur machen. Weil Lehrer wie Reinhard an ihn geglaubt und ihm geholfen haben.

Burak kam mit einer Hauptschulempfehlung in die Fünfte. Da hatte er schon einmal eine Klasse wiederholt. "Ich hatte das Gefühl: Aus mir wird nichts. Die anderen in der Klasse waren für mich lauter Streber. Im Unterricht habe ich viel Mist gebaut." Aber die Lehrer bestraften ihn nicht, sondern fragten: Warum machst du das? "Sie haben mir klar gemacht: Du kannst etwas erreichen", erzählt Burak, der heute ebenfalls in die zwölfte Klasse geht. Nach seinem Abitur will der 18-Jährige an die Uni gehen und studieren. Sein Berufsziel: Lehrer für Biologie und Deutsch.

In der Oberstufe trifft man viele Schüler wie Aziz oder Burak, denen die Lehrer in der Grundschule das Abitur nicht zugetraut haben. Die Lehrer schaffen es nicht nur, keinen Schüler zu verlieren, die Schule zählt auch noch zu den besten fünf Prozent der Schulen mit gymnasialer Oberstufe in ganz Niedersachsen. Bei den zentralen Abiturprüfungen schneiden die Schüler hervorragend ab. 2010 machte die beste Abiturientin des Bundeslandes mit einem Schnitt von 0,7 hier ihr Abitur, 25 Prozent der Schüler hatten eine Eins vor dem Komma bei ihrem Abschlusszeugnis.

Nicht nur beim Kriterium Leistung erhielt die IGS die Bestnote A, auch bei den übrigen fünf Kategorien des Deutschen Schulpreises (Vielfalt, Unterricht, Verantwortung, Schulleben und -entwicklung) schnitt sie hervorragend ab. Die 14-köpfige Jury entschied deshalb einstimmig: Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule bekommt den Hauptpreis 2011. Sie ist die beste Schule Deutschlands.

Der renommierte Hirnforscher Gerald Hüther begleitet die IGS seit zehn Jahren. Er sagt: "An dieser Schule wird hirngerecht gelernt: Die Kinder erschließen sich den Stoff selbstständig. Sie haben Freude am Entdecken. Dadurch werden neuroplastische Botenstoffe ausgeschüttet, die wie Dünger aufs Gehirn wirken." So macht Lernen glücklich.

Josephine wechselte vor einem Jahr an die IGS; die 17-Jährige hielt den Druck am G8-Gymnasium nicht mehr aus. "An meiner alten Schule herrschte eine Ellenbogengesellschaft. Bei Arbeiten legte meine Freundin ihren Arm auf den Tisch, damit ja keiner von ihr abschreiben konnte. Die Lehrer haben bewusst die Konkurrenz geschürt. Hier ist es ganz anders. Meine Klassenkameraden kommen auf mich zu, um mir zu helfen."

Die Ganztagsschule hat einen hohen Leistungsanspruch, auch wenn es bis zur achten Klasse keine Noten gibt und von der fünften bis zur zehnten Klasse Haupt- und Realschüler gemeinsam mit Gymnasiasten lernen. Keimzelle für das gemeinsame Lernen sind die sogenannten "Tischgruppen": Je sechs Schüler sitzen und arbeiten an einem Tisch. Sie rotieren alle halben Jahre, damit jeder Schüler jeden kennenlernt.

Anna, Mehtap, Melissa, Gretje, Finn und Maurice bilden eine Tischgruppe in der Stammgruppe 9.3. Am Dienstag steht in den ersten beiden Stunden Mathematik auf dem Stundenplan, die Fächer sind überwiegend in Doppelstunden organisiert. "Unter Dach und Fach" heißt ihr Thema in Mathe. Die Neuntklässler sollen nicht nur die Formeln zur Berechnung von Körpern und Flächen lernen, sie basteln auch Modelle aus Holz, damit sie die Dimensionen buchstäblich begreifen. Heute sollen sie die Oberfläche eines 3-seitigen Prismas berechnen.

An fünf Tischen diskutieren die 30 Schüler Lösungsansätze und Formeln. Es herrscht eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre. Auch an Tischgruppe zwei stecken sie die Köpfe zusammen: die blonde Melissa mit dem dunkelhaarigen Maurice. "Ich sitze neben ihm, weil er Mathe besser kann als ich", sagt die 15-Jährige. Auf ihren Arbeitsbögen stehen Grund- und erweiterte Anforderungen. Jeder Schüler entscheidet selbst, welche Aufgaben er löst. Aber das 6er-Team ist dafür verantwortlich, dass alle mitkommen. "Anna sagt mir, wenn ich mich besser konzentrieren soll", sagt Mehtap. Und wenn es mal Zoff gibt? "Wir klären immer gleich, wenn was nicht klappt", sagt Gretje, 14. Hirnforscher Hüther sagt: "In heterogenen Gruppen lernen Kinder besser. Verschiedenheit ist die Voraussetzung für Individualität. In homogenen Gruppen lernen Schüler nur, sich abzugrenzen."

An der IGS sind alle per Du, sogar den Schulleiter nennen alle nur "Wolfgang". Das Duzen wirkt weder kumpelhaft noch anbiedernd, sondern ganz natürlich. Es ist Teil der Schulkultur. "Ich finde es gut, dass wir die Lehrer duzen, wir vertrauen denen echt. Und die tun auch was dafür. Steffi fragt nach, wenn man traurig guckt", erzählt Mehtap. Die 15-jährige Türkin trägt ein Shirt mit auffälligem Leopardenmuster, kunstvoll zerrissene, schwarze Leggings, ihre Fingernägel hat sie in drei Farben lackiert. An der IGS sind die Lehrer keine Pauker, die vorn an der Tafel stehen und Monologe halten, sondern Lernbegleiter. Jede Klasse hat zwei Klassenlehrer, die Tutoren. Die sechs Stammgruppen mit 180 Schülern eines Jahrgangs sind um ein sogenanntes "Cluster" angelegt, ein offener, heller Raum. Er dient als Arbeitsund Treffpunkt für Schüler und Lehrer. Der Betonklotz für die 1500 Schüler und ihre 130 Lehrer, der beim Betreten an einen Flughafenterminal erinnert, wird so in kleine Lernbereiche aufgebrochen.

Im Cluster der "blauen Gruppe", zu der auch die 9.3. gehört, steht ein Aquarium zwischen Holztischen, Sesseln, Bänken und Grünpflanzen. An den Wänden haben die Schüler Schließfächer. Die Möbel sind abgenutzt, aber gepflegt. Genauso wie der hellgraue Teppich, der überall in der Schule ausgelegt ist. Auch das Lehrerzimmer für den Jahrgang findet man hier. Die Türen stehen immer offen. 12 bis 15 Lehrer bilden ein Jahrgangsteam. Sie gestalten die Stundenpläne, regeln die Aufsicht in den Pausen, vertreten sich gegenseitig, besprechen die Rhythmisierung des Stoffs oder wie sie mit Schülern umgehen. "Wir sind dichter dran, als manchem lieb ist", sagt Florian Scholz, 39. Der Lehrer hat bei einem seiner Schüler eine Bierfahne gerochen. Der Junge wurde nach Hause geschickt, die Eltern werden zum Gespräch gebeten. Jetzt haben alle Kollegen ein Auge auf den Jugendlichen. Die 9.3 hat Deutsch bei ihrer zweiten Tutorin, Karola Hagedorn, 58. Die beiden Klassenlehrerinnen Steffi und Karola decken die meisten Fächer ab, sie begleiten ihre Schützlinge sechs Jahre lang, von der fünften bis zur zehnten Klasse. Die Neuntklässer bereiten sich auf eine Lernzielkontrolle am Freitag vor zum Thema "Erörterung". Sie diskutieren die Einführung von Schuluniformen. Wieder sammeln die Schüler Argumente in der Tischgruppe, gliedern sie in Vor- und Nachteile und präsentieren ihre Ergebnisse auf einem Plakat vor der Klasse. Keiner scheut sich vor der Gruppe zu reden, Kritik wird sachlich und nicht verletzend geäußert.

"So einen Unterricht habe ich noch nicht erlebt", sagt Hans Anand Pant, Direktor des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB). Der Professor ist Mitglied der Schulpreis-Jury und hat die Gesamtschule gründlich inspiziert. "Die Schüler werden ständig angehalten, ihre Lernergebnisse zu präsentieren. Die Tischgruppen sind toll." Auch seine Jury-Kollegin Gisela Schultebraucks-Burgkart ist begeistert. Die Schulleiterin lässt sich nicht so leicht beeindrucken. Sie weiß, wie man Kinder individuell unterrichtet und unterschiedliche Begabungen fördert – ihre Grundschule, die Kleine Kielstraße in Dortmund, bekam schließlich 2006 den Deutschen Schulpreis verliehen. "Das Tischgruppenmodell ist genial", sagt sie. "Die Schüler lernen: Wir sind ein Team. Und erzielen dabei sehr gute Lernergebnisse." Wolfgang Vogelsaenger, Schulleiter der IGS, sagt: "In der Tischgruppe sitzt der zukünftige Maurer neben dem späteren Architekten. Wenn sie bei uns gelernt haben, miteinander zu sprechen und zu arbeiten, dann schaff en die das auch als Erwachsene."

Nach dem Mittagessen in der Mensa haben die Schüler der 9.3. "AÜ": Arbeits- und Übungsstunde. Die Schüler nutzen die Zeit für ihre Wochenaufgaben, klassische Hausaufgaben kennen sie nicht. Gretje arbeitet an einer Tabelle zu Virusinfektionen, Finn und Maurice haben sich einen ruhigen Tisch im Cluster gesucht. Sie bereiten blaue und grüne Plakate für den sogenannten "Tischgruppenabend" vor. Eine weitere pädagogische Besonderheit der Schule.

Viermal im Jahr präsentieren die Schülerteams ihre Arbeiten zu Hause vor ihren Müttern und Vätern. Zwanzig dieser privat organisierten Elternabende besuchen die Lehrer im Laufe eines Schuljahres. Ganz schön viel Zeit. Doch die rechne sich, meint Stefanie Vogelsaenger, 46: "Ich kenne von jedem Schüler den Hintergrund, wir haben eine Vertrauensbasis. Dadurch entstehen viel weniger Konflikte." 18:30 Uhr: Melissa, Mehtap, Anna, Gretje, Maurice und Finn sitzen mit ihren Vätern und Müttern und den beiden Lehrerinnen Steffi und Kornelia in der hellen Wohnküche von Jörg und Birgit Mannigel, den Eltern von Gretje. Die Eltern hocken dicht gedrängt auf der Eckbank unter der Weltkarte an der Wand. Stühle werden rangerückt, damit auch ja alle sechs Jugendlichen und die acht Erwachsenen Platz um den Esstisch aus Kiefernholz finden. Vor ihnen stehen Brötchen, belegt mit Wurst und Käse. Die Mädchen haben am Nachmittag Wurzeln und Gurken geschnippelt, Dipp vorbereitet und Fruchtquark selbstgemacht.

Maurice und Finn suchen nach einem Platz für ihr blaues Plakat. "Können wir die Pappen an den Küchenschrank kleben?", fragt Gretje. Ihre Mutter nickt. Gretje sucht Tesafilm in einer Küchenschublade. Die Jungs heften das Papier an den Schrank. "Also, wir haben in Mathe gerade das Thema 'Unter Dach und Fach'. Wir berechnen Seiten von Dächern, also von Prismen", erzählt Maurice. Finn hält das Modell eines Prismas hoch, Maurice erklärt die Formeln. Bei den Tischgruppenabenden präsentieren die Schüler nicht nur, was sie in den Fächern Naturwissenschaften, Deutsch und Englisch erarbeitet haben, sondern wie bei jedem normalen Elternabend werden auch Konflikte in der Klasse besprochen, die Eltern erfahren alles über die nächste Klassenfahrt oder das anstehende Praktikum. Aber wie im Unterricht ist auch die Information der Mütter und Väter keine Lehrer-Show, sondern auch hier wechseln die Pädagoginnen die Methode. "So, jetzt sollen die Eltern aktiv werden und dazu vertauschen wir die Kinder", sagt Lehrerin Steffi Vogelsaenger. Melissa rückt neben die Mutter von Maurice auf die Eckbank, der Vater von Gretje verzieht sich mit Finn ins Wohnzimmer. Und Mehtap lehnt mit Annas Mutter an der Küchenanrichte. Zehn Minuten lang fragt je ein Vater oder eine Mutter einen Schüler aus: In welcher Branche wirst du arbeiten? Was hast du für Aufgaben? Wie sind deine Arbeitszeiten? Anschließend berichten die Eltern, was sie herausgefunden haben. Margot Lotze erzählt: "Melissa macht ihr Praktikum als Schwimmmeisterin."

Dann schicken die Lehrerinnen die Schüler mit den Worten aus der Küche: "Ihr könnt jetzt spielen gehen." Grinsend verziehen sich die Jugendlichen ins Wohnzimmer, um mit der Playstation vor dem Fernseher Karaoke zu singen. In der Küche rutschen die Lehrerinnen und die Eltern um den Tisch zusammen. "Wir möchten von Euch wissen, wie fandet ihr die Tischgruppenabende der letzten vier Jahre?", fragt Steffi Vogelsaenger. Auch Mütter, Väter und Lehrer duzen sich selbstverständlich. Margot Lotze sagt: "An so einem Abend erlebt man sein Kind ganz anders, zu Hause erzählt Maurice nicht mehr so viel. Wir erfahren, woran sie in der Schule arbeiten. Mein Sohn ist ein Einzelgänger. Ich glaube nicht, dass er sich an einer anderen Schule so geöffnet hätte." Jörg Mannigel war zunächst skeptisch als erst seine älteste Tochter Merle und dann Gretje auf die Gesamtschule gehen wollten. "So lange keine Noten – die müssen doch wissen, wo sie stehen, dachte ich. Ich wollte lieber ein Gymnasium, nicht so eine Schulform, die man nicht so kennt", sagt er. Aber inzwischen ist er restlos überzeugt: "Mich beglückt es zu sehen, wie sicher unsere Kinder ihre Arbeit präsentieren, wie sie sich wertschätzen, egal wie unterschiedlich sie sind. Das erlebt man nicht häufig im Arbeitsleben. Das habt ihr gut hingekriegt", sagt der Geschäftsführer der Diakonie zu den beiden Lehrerinnen. Der Namensgeber der Schule, Georg Christoph Lichtenberg, war Physiker und Querdenker. "Er passt ganz gut zu uns", sagt Schulleiter Wolfgang Vogelsaenger. Der 59-Jährige leitet die IGS seit neun Jahren. Vor 35 Jahren wurde die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule von Wissenschaftlern, Lehrern, Eltern, Politikern und Architekten als Gegenmodell zum klassischen dreigliedrigen Schulsystem entwickelt. Heute kämpft Schulleiter Vogelsaenger um ausreichende Lehrerstellen. "Früher hatten wir Doppelbesetzungen in den AÜ- Stunden, heute nicht mehr", sagt er. Und er fordert die Erhaltung von G9. In Niedersachsen sollen auch die Gesamtschulen die Zeit bis zum Abitur, wie die Gymnasien, um ein Jahr kürzen (G8). Die Oberstufe möchte Vogelsaenger weiter entwickeln – und ein zusätzliches Gebäude braucht er. Jury-Mitglied Schultebraucks-Burgkart sagt: "Andere Schulen können von der IGS lernen: Es braucht eine Vision. Die Lehrer brennen immer noch für ihre Schule. Das lässt sich nicht von oben verordnen." Und Professor Hans Anand Pant sagt: "Ich hätte wirklich gerne so eine Schule besucht wie die Göttinger!"

Bevor Josephine sich entschied, vom Gymnasium an die Gesamtschule zu wechseln, überlegte sie gründlich: "Habe ich später vielleicht Nachteile, weil ich mein Abitur hier gemacht habe?" In der Universitätsstadt steht die Abkürzung IGS immer noch für "Idioten-Gesamtschule". "Aber wichtig ist doch, dass ich mich wohlfühle", sagt Josephine. Der Schulpreis wird nun auch die letzten Zweifler überzeugen: Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen ist eine ausgezeichnete Schule.

>> Der Hauptpreisträger des Deutschen Schulpreises - Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, Göttingen
 
07.06.2011, HAZ Vor 40 Jahren startete die erste Gesamtschule in Hannover
Die Stadt Hannover hat am Montag – wohl zum ersten Mal – ein Schuljubiläum in der Kuppelhalle des Neuen Rathauses gefeiert und damit ein politisches Bekenntnis verknüpft. Vor 40 Jahren ging die Integrierte Gesamtschule Linden an den Start, landesweit als erste Schule dieser neuen Form gemeinsam mit den IGS Langenhagen, Garbsen und Göttingen.
„Die IGS Linden war der Prototyp für eine ganze Serie von Schulen in Hannover“, sagte Oberbürgermeister Stephan Weil. Und wie schon häufiger ließ er keinen Zweifel daran, dass ihm diese Schulform, in der Kinder aller Begabungsstufen gemeinsam lernen, besonders am Herzen liegt. „Wir laufen klar auf ein zweigliedriges Schulsystem mit starken Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen zu.“

Weil erinnerte daran, dass die Entstehung der neuen Schulform von Anfang an mit Streit verknüpft war. „Es ging um eine gesellschaftliche Öffnung. Man wollte sehen, ob Kinder, deren Eltern nicht Abitur gemacht hatten, zu diesem Abschluss geführt werden können.“ Zu diesem Zweck hätten die IGS sich als Ganztagsschulen konzipiert. Inzwischen gibt es neun Integrierte Gesamtschulen in Hannover. Die jüngsten drei entstanden auf Basis einer Befragung, in der sich 2008 rund 44 Prozent der Grundschuleltern eine IGS für ihr Kind wünschten. „Ich glaube, damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht“, sagte Weil. Morgen soll im Schulausschuss eine weitere Elternbefragung auf den Weg gebracht werden. Der Oberbürgermeister kritisierte, dass das überhaupt – anders als für jede andere Schulform – vom Land so vorgeschrieben ist.

Im Juni vor 40 Jahren liefen die Anmeldungen für die erste IGS in Hannover. Das Ergebnis hätten weder Freund noch Feind auch nur annähernd geahnt, sagte Christoph Walther, Leiter der IGS Linden. „Die Eltern von 603 Kindern standen Schlange. Es war, als sei eine Schleuse geöffnet worden.“ Einer Nachbarschule ging der Nachwuchs aus. Und die neue IGS hatte nur Platz für 180 Fünftklässler. Der Rat beschloss, dass die Schule mit acht statt sechs Klassen und damit 240 Kindern starten sollte. „Wir setzen auf ein Lernklima mit möglichst wenig Zeit- und Zensurendruck. Sitzenbleiben gibt es nicht“, sagte Walther. Als neues Ziel soll die Integration behinderter Kinder vorangetrieben werden. „Inzwischen erscheinen die ersten Großeltern mit IGS-Erfahrung bei uns.“

Die waren am Montag nicht da, dafür aber ehemalige Schüler wie Frank Wieneke, Olympiasieger im Judo, Schauspielerin Laura Kolbe, Tanzpädagogin Lalesim Ceylan und Ralf Schnoor, erfolgreicher Cafébetreiber und Günther-Jauch-Millionär. Der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther plädierte in seiner Festrede für Schulen, die nicht ausgrenzen und in denen die Schüler gemeinsam Dinge entdecken und gestalten können. „Man kann nur dann Wissen im Gehirn verankern, wenn ein Mensch sich dafür begeistert.“

Die vier IGS-Absolventen haben in ihrer Schulzeit ähnliches erlebt. „Die Lehrer haben meine Selbstmotivation angeregt. Das ist mir im Sport zugute gekommen“, berichtete Frank Wieneke. Lalesim Ceylan nahm das Gefühl mit, als Einwandererkind kein Außenseiter zu sein. „Meine Eltern konnten mir nicht beim Lernen helfen. Aber die Lehrer waren immer ansprechbar.“ Ralf Schnoor erinnert sich, dass ihm die ersten Monate an der IGS gar nicht gefielen. „Die Schüler konnten machen, was sie wollen. Es gab keine klaren Hierarchien.“ Doch Schnoor akklimatisierte sich schnell und verteidigte fortan seine IGS gegen die Kritik der Freunde vom Gymnasium. „Die behaupteten immer, wir IGS-Schüler würden nichts lernen. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass ich dümmer wäre.“ Und dann lächelt der Mann, der mit seinem Wissen eine Million gewann.

[Bärbel Hilbig]

>> Artikel in der HAZ
>> Themenseite Gesamtschulen
 
Fr, 29.04.2011, NP Volksbegehren gen Turbo-Abi vor Aus
Das Volksbegehren für gute Schulen steht kurz vor dem Aus. Von den erforderlichen rund 600 000 Unterschriften seien bislang nur etwa 250 000 zusammengekommen, sagte Sprecherin Andrea Hesse der dpa in Hannover.
HANNOVER. Die niedersächsische Verfassung verlangt für ein erfolgreiches Volksbegehren binnen eines Jahres die Unterschriften von zehn Prozent der Wahlberechtigten. Nur dann darf der entsprechende Gesetzentwurf beim Landeswahlleiter eingebracht werden. Doch bisher sind nur 250000 der nötigen 600000 Unterschriften zusammengekommen. Deutlich zu wenig "Natürlich sind wir sehr enttäuscht, unser Ziel nicht erreichen zu können", sagte die Sprecherin der Initiatgoren Andrea Hesse. Die Initiatoren fordern unter anderem die Abschaffung des Turbo-Abiturs nach 12 Jahren.
Aus ihrer Sicht sind die gesetzlichen Grundlagen in Niedersachsen ein Hauptgrund für den Misserfolg. "Die Hürden sind grundsätzlich zu hoch und für eine ehrenamtliche Gruppe in einem Flächenland nicht erreichbar." Hesse und ihre rund 250 aktiven Mitstreiter im Land seien sich sicher, dass sie das vorgeschriebene Quorum "unter besseren Bedingungen" geschafft hätten. Eine Hauptfehlerquelle sei das fehlende einheitliche Wählerregister gewesen. "Wir mussten deshalb jede Unterschrift auf gesonderten Listen an die entsprechenden Kommunen weiterreichen", sagte Hesse. Das sei nicht nur sehr aufwendig, sondern auch sehr kostenintensiv gewesen. "Daher fordern wir das Land erneut auf, die Hürden für Volksbegehren zu senken", sagte Hesse.
"Volksbegehren können einen wichtigen Beitrag zur Demokratie leisten", hieß es dazu aus dem Kultusministerium in Hannover. Unabhängig vom Ausgang und der genauen Anzahl der Unterschriften würden die Inhalte sorgfältig bewertet. "Das niedersächsische Volksbegehren vermengt jedoch drei verschiedene Forderungen und bringt uns bildungspolitisch im Wettbewerb der Länder nicht wirklich voran." An diesem Samstag wollen die ehrenamtlichen Helfer erneut in Hannover bei einem Straßentheater für ihre Ziele werben. "Einige aus unserer Gruppe wollen aber auch darüber hinaus weiter arbeiten, denn das Thema ist uns zu wichtig", betonte Hesse. In den nächsten Wochen wollen sich die Gegner des Turbo-Abiturs daher neu organisieren und ihr weiteres Vorgehen beraten. "Die Landtagswahl 2013 ist dabei nur ein Etappenziel", sagte Hesse.
 
07.04.2011, HAZ Hannover - Stadt des Artenschutzes

Seit Jahren engagiert sich Hannover im Umwelt- und Naturschutz, seit 2009 läuft das Sonderprogramm „Natur in der Stadt“, das zahlreiche Einzelprojekte zum Erhalt der Artenvielfalt bündelt. Jetzt erntet Hannover die Früchte des nicht immer unumstrittenen Engagements. Gestern wurde der Stadt in Köln der höchste Titel für Artenschutz und Artenvielfalt verliehen – und Hannover darf sich nun „Bundeshauptstadt der Biodiversität 2011“ nennen.Ausgezeichnet wurde die Doppelstrategie, sich intensiv und über Jahre hinweg im Artenschutz zu engagieren und zugleich zahlreiche Projekte zur Vermittlung von Umweltthemen zu betreiben.

Die gestern verliehene Auszeichnung gilt ausdrücklich auch für die intensive Umweltbildung der Stadt Hannover.
Gelobt wurde etwa das Programm „Natur in der Stadt“, das in den nächsten Monaten wieder zahlreiche Führungen durch Eilenriede, Tiergarten, zur Nassen Wiese in Anderten oder in den Mecklenheider Forst bietet. Aber auch Tipps zu essbaren Kräutern in der Eilenriede oder zum Thema „Biodiversität im Garten“ und dem Anbau alter Gemüsesorten sind Bestandteil des Programms (Infos unter www.hannover.de oder (0511) 16843801).

Auch Aktionen wie die Pflanzentage, der autofreie Sonntag, das Umweltforum im Schulbiologiezentrum oder das Tiergartenfest werden in das Lob mit einbezogen.

„Gut durchdachte pädagogische Konzepte“ zur Vermittlung von Fragen des Naturschutzes böten auch Einrichtungen wie der Kinderwald in Mecklenheide, die Waldstation mit dem großartigen Walderlebnisturm, der Stadtteilbauernhof oder das große Schulbiologiezentrum im Stadtteil Burg. med

 
09.03.2011, PM Erfolgreich angelaufene neue Integrierte Gesamtschulen werden zugunsten eines nicht ausgereiften Oberschul-Konzeptes in ihrer Arbeit eingeschränkt

Infostand zum Erhalt der IGSen: 15.03.2011 um 12.45 Uhr
Wirtschaftsministerium, Ecke Leinstraße/Markthalle, 30159 Hannover

IGS Badenstedt, Doris Koepke, Vorsitzende des Schulelternrates

Seit Regierungsübernahme der CDU/FDP im Jahr 2003 war die Neugründung von Integrierten Gesamtschulen in Niedersachsen ausgeschlossen und untersagt. Auf Druck von Opposition, Eltern, Lehrern und Gewerkschaften wurde das so genannte Errichtungsverbot 2008 gelockert. Zu den Gründungsvoraussetzungen der neuen Gesamtschulen gehört seitdem ein 5-zügiger Start mit mindestens 28 Kindern pro Klasse sowie eine Prognose der Schülerzahlen für 10 Jahre. Trotz dieser hohen Errichtungshürden konnten aufgrund des mehrheitlichen Elternwillens (Umfragewerte müssten hier dokumentiert werden) 2009 die IGS Stöcken, 2010 die IGS Badenstedt und die IGS Büssingweg gegründet werden.

Am 04.03.2011 hat der Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtages einen Gesetzentwurf der Regierungsfraktion (CDU/FDP) angenommen, der einschneidende Änderungen des niedersächsischen Schulwesens vorsieht. Dabei geht es vor allem um die Gründungsvoraussetzungen der von der Landtagsmehrheit und der Landesregierung geplanten neuen Oberschulen als Ergänzung zu den vorhandenen Schulformen Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Integrierte Gesamtschule, Förderschule. Oberschulen können demnach bis 2015 ohne Mindestzügigkeit gegründet werden, eine Pflicht zur Prognose von Schülerzahlen besteht nicht. Die Gesamtschulen müssen weiterhin eine Prognose über 10 Jahre vorlegen und die 5-Zügigkeit erfüllen. Die Klassenfrequenz soll auf 24 Schüler abgesenkt werden.

In der Planung des Kultusministeriums sind für die Jahrgänge 6 und 7 an den neuen Gesamtschulen keine weiteren Stunden für den Ganztag vorgesehen, obwohl der Ganztagsbereich zum Konzept der Gesamtschulen gehört, da das soziale Lernen ein pädagogischer Schwerpunkt dieser Schulform ist.
Diese Regelung hat einschneidende Konsequenzen und verunsichert die Eltern der neuen Gesamtschulen, da sie ihnen Planungssicherheit nimmt. Sie beinhaltet eine klare Benachteiligung, da sie dem Konzept der Integrierten Gesamtschule widerspricht.

In seiner Regierungserklärung vom 09.11.2010 weist Althusmann den Vorwurf der Benachteiligung der IGS zurück. Dabei verweist er lediglich auf eine Vielzahl von Funktionsstellen und damit Beförderungsmöglichkeiten, auf hohe Anrechnungsstunden und komfortable Arbeitszeitregelungen. Das Ganztagsangebot der IGSen erster Generation bezeichnet er als bewusst privilegiert, um Eltern damit zu locken. Für die Oberschule hingegen scheint das Ganztagsangebot kein Köder zu sein: „Wenn die Landesregierung nach Maßgabe des Landeshaushalts den Einstieg in die teilweise gebundene Ganztagsschule (in der Oberschule) beginnt, dann ist das gut investiertes Kapital zum Wohle der Zukunft unseres Landes“

Wir sind der Meinung:

Es kann und darf nicht sein, dass der Ganztagsbereich so unterschiedlich gewertet wird: Als Lockmittel bei den Gesamtschulen, jedoch als Investition in die Zukunft des Landes bei den Oberschulen.

Die Gründe für den hohen Bedarf an Ganztagsschulen sollten einem Kultusminister nicht fremd sein. Viele Kinder der neuen IGSen werden ohne Ganztagsangebote den Nachmittag auf der Straße, vor dem Fernseher oder vor dem PC verbringen. Der Ganztagsbereich ist Kernbereich des sozialen Lernens und gesellschaftlichen Handelns von Schule. Gerade die Gesamtschulen leisten hier hervorragende Arbeit: Bereitstellung einer warmen Mahlzeit für alle Schüler, sinnvolle Nachmittagsangebote, Fortführung der schulischen Aktivitäten des Vormittags.

Gerade auch für Schulen, die viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund beschulen, ist der Ganztagsbereich von besonderer Bedeutung. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, Angebote und Unterstützung kennen zu lernen und zu erfahren, die ihnen ohne das Ganztagsangebot verwehrt blieben. Gerade im Bereich des Ganztags findet bereits jetzt soziales Miteinander und Integration statt.

Wir unterstützen Herrn Althusmann in seiner Forderung nach Stabilität und Kontinuität in der Schulpolitik der Länder – die Kürzung der Förderung des Nachmittagsangebotes bei den neu gegründeten IGSen bewirkt jedoch genau das Gegenteil.

Kultusminister Althusmann erklärt, dass man darüber reden müsse, warum gerade in den Ballungsgebieten an den neuen IGSen so wenig Kinder mit Gymnasialempfehlung angemeldet würden, obwohl der Anteil dort sehr hoch sei. Uns verwundert es nicht, denn das Kultusministerium selbst verwehrte den neuen IGSen bei Gründung die gymnasiale Oberstufe für längere Zeit.

Des Weiteren sieht der Gesetzentwurf vom 04.03.2011 eine sukzessive Auflösung der Kooperativen Gesamtschulen vor, Neugründungen dieser Schulform sind nicht mehr zulässig. Nach Mitteilung des Kultusministeriums im Rechtsausschuss vom 02.03.2011 darf eine Oberschule mit Oberstufe nur eingeführt werden, wenn eine Gesamtschule (IGS) aufgelöst wird.

Landtagsjuristen hatten darauf hingewiesen, dass die 5-Zügigkeit bei der Gründung von Gesamtschulen im krassen Widerspruch zur nicht festgelegten Zügigkeit der Oberschule steht und damit verfassungsrechtliche Bedenken in der Gleichberechtigung bestehen.
Es hat den Anschein, dass die Einführung der Oberschule auf Kosten der bereits erfolgreich arbeitenden neuen Gesamtschulen und zu Lasten der dort beschulten Kinder geht.

Für den Schulelternrat der IGS Badenstedt Doris Koepke, Schulelternratsvorsitzende / Rückfragen ggf. bitte an DorisKoepke@arcor.de oder mobil: 0162-6168200
>> Presseerklärung des Schulelternrates der IGS Badenstedt, pdf, 116 kb
>> Brief des Schulelternrates der IGS Badenstedt an den Kultusminister Herrn Althusmann, pdf, 55 kb
 
26.01.2011 Der Landeselternrat lehnt den vorliegenden Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/FDP "Gesetz zur Neuordnung der Schulstruktur in Niedersachsen" ab.
10.02.2011, HAZ

>> Beschluss des Landeselternrates vom 26.01.2011, pdf, 61 kb Das Plenum des 12. Landeselternrates Niedersachsen hat nach Erörterung und Beschlussfassung in der 16. Sitzung am 14.01.2011 folgenden Beschluss gefasst: Der Landeselternrat lehnt den vorliegenden Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/FDP "Gesetz zur Neuordnung der Schulstruktur in Niedersachsen" ab.

 

Grundsätzlich hat der Landeselternrat keine Einwände gegen ein vielfältiges Schulangebot. Die Einführung einer weiteren neuen Schulform "Oberschule" erscheint aber völlig überflüssig, da die Beschreibung der "Oberschule" im Gesetzentwurf im Wesentlichen der Beschreibung der jetzigen KGS, der erst kürzlich abgeschafften nach Schuljahrgängen gegliederten KGS und der kooperativen Haupt- und Realschule gleicht. So schafft die "Oberschule" kein neues Bildungsangebot. Der LER lehnt deshalb die neue Schulform ab..... .

  Der Landeselternrat hält an den folgenden Forderungen fest:
 

" Senkung der Mindestzügigkeit von Gesamtschulen auf vier, in Ausnahmefällen auf drei Züge.
" Lockerung der Verpflichtung für die Schulträger, neben der Gesamtschule sämtliche Schulformen vor Ort anbieten zu müssen.
" Das Abitur an den Gesamtschulen kann wahlweise nach 8 oder 9 Schuljahren erworben werden.
" Inklusion: Schon seit einigen Jahren steht der Einstieg in die inklusive Beschulung auf der Tagesordnung. Die Umsetzung der UN-Beschlüsse ist eine der vordringlichen Aufgaben im Bildungsbereich. Eine Umsetzung war ursprünglich für das Schuljahr 2011/2012 geplant. Der vorliegende Gesetzentwurf geht in keiner Weise auf dieses Thema ein. Der Landeselternrat fordert das Kultusministerium deshalb nachdrücklich auf, sehr zeitnah einen Gesetzentwurf für die Umsetzung der inklusiven Beschulung zum Schuljahr 2012/13 vorzulegen und die entsprechenden Verbände zu beteiligen. >> Landeselternrat

 
08.12.2010, 10:30 Uhr Ein dringender Appell an alle Eltern, Lehrkräfte und Freunde guter Schulen!

Was hat die geplante neue Oberschule mit dem Volksbegehren für gute Schulen zu tun?

>> Volksbegehren und Oberschule - ein Text von Dieter Galas - als pdf, 12 kb

Wird unsere Initiative durch die Einführung einer neuen Schulform beeinträchtigt? Wird dem Volksbegehren mit dem Hinweis darauf, die neue Oberschule sei doch ein großer Schritt in Richtung IGS, vielleicht sogar der Wind aus den Segeln genommen? Diese Fragen beschäftigen uns intensiv, seit Kultusminister Bernd Althusmann im November die Katze „Oberschule“ aus dem Sack gelassen hat.

Im Anhang findet ihr einen Text von Dieter Galas, in dem er diesen Fragen nachgeht. Sein Fazit ist eindeutig: Das Volksbegehren hat durch die Einführung einer neuen Schulform nichts an Aktualität verloren. Die neue Oberschule wird selbst im besten denkbaren Fall noch lange keine IGS sein, wie Eltern und Lehrkräfte sie sich wünschen: Ein langes gemeinsames Lernen soll an diesen Schulen möglich sein, bleibt letztendlich aber vom guten Willen des Schulvorstandes abhängig; das demotivierende Sitzenbleiben im Sekundarbereich I bleibt erhalten; ebenso die traditionelle Form der Leistungsbewertung.

Während der beiden „Bildungsgipfel“ im November wurde darüber hinaus klar, dass der Kultusminister nicht das Standvermögen hat, dem liberalen Koalitionspartner zu trotzen und die Fünfzügigkeit für IGS-Neugründungen aufzuheben. Auch von der Rücknahme des „Turbo-Abiturs“ für IGSen spricht mittlerweile keiner mehr. Wenn unser Volksbegehren keinen Erfolg haben sollte, hält niemand mehr die unselige Entwicklung auf: Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zur Bildungspolitik wurde bereits wieder ein erneutes Errichtungsverbot für IGSen angesprochen.

Wenn nicht endlich mehr Eltern aufwachen und die Interessen ihrer Kinder selbst in die Hand nehmen, fahren wir das Volksbegehren vor die Wand. Im Moment sieht es ganz danach aus: Die Unterschriftenzahlen steigen nur langsam, und die verbleibende Zeit bis zum 2. Mai 2011 wird nur dann noch reichen, wenn Eltern und auch Lehrkräfte endlich ihrer anscheinend grenzenlosen Leidensfähigkeit abschwören und aktiv werden!

Dies ist ein eindringlicher Appell aller Initiatoren des Volksbegehrens: Nutzt die Argumentationshilfe im Anhang, geht auf die Straße, zu euren Kollegen, Verwandten und Freunden und sammelt Unterschriften – andernfalls werden wir im Mai ein bitteres Fazit ziehen müssen: Wir alle haben diese Chance für unsere Kinder verbockt!

Eine dennoch schöne Advents- und Weihnachtszeit wünscht euch
Andrea Hesse
(Pressesprecherin des Volksbegehrens)

 
30.09.2010, HAZ Schulterschluss zum Schulfrieden

Ein "breiter Konsens": Am Donnerstagabend trafen sich auf Einladung des Landeselternrates Landespolitiker und Vertreter der Kommunal- und Bildungsverbände zum Gespräch. Diskutiert wurde - neben weiteren Punkten - die Zusammenlegung von Schulen

Mehr Freiheit für Kommunen und Landkreise bei Schließung oder Zusammenlegung von Schulen, der Erhalt des freien Elternwillens sowie die Senkung der Mindestzügigkeit und der Wegfall der Schülerprognosen auf 14 Jahre bei der Neugründung von Gesamtschulen – das sind die zentralen Forderungen, auf die sich Landespolitiker und Vertreter der Kommunal- und Bildungsverbände bei einem Gespräch auf Einladung des Landeselternrates weitgehend geeinigt haben. Vorsitzender Pascal Zimmer sprach nach dem zweistündigen Treffen am Donnerstagabend von einem „breiten Konsens“

>> http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Schulterschluss-zum-Schulfrieden
>> PI 30.09.10 - Pressemeldung des Landeselternrates Hannover "Schulkonsens möglich"
 
01.10.2010, HAZ Familienprobleme hindern Schüler der Egestorffschule am Lernen

Während ganz Deutschland über Integration diskutiert, ist sie in den Schulen längst Alltag - und bedeutet eine große Herausforderung. Die HAZ hat drei Grundshculen in Hannover besucht, gemeinsam mit Schulpolitikern aus dem Landtag und dem Rat der Stadt. Im dritten und letzten Teil der Serie geht es um die Egestorffschule in Linden-Süd.

Die Lehrer an der Egestorffschule hatten sich vorher genau überlegt, wie sie den Politikern, die ihre Schule besuchten, einen Einblick in ihre tägliche Arbeit geben können. Lehrerin Nanette Gerstenberger zitiert einfach Äußerungen ihrer Schüler:

„Ich bin so müde. Ich musste auf meine Geschwister aufpassen, weil Mama Papas Arbeit macht.“
„Ich wünsche mir, dass ich nicht immer schlechte Laune abkriege.“
„Unser Kühlschrank ist leer.“
„Mir ist so kalt, und ich habe nasse Füße, weil meine Schuhe zwei Löcher haben.“
„Ich bin gestern wieder mit der Polizei zu Mama gebracht worden.“
„Ich möchte, dass einmal meine Eltern da sind.“

>> http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Dossiers/Uebersicht/Hintergrund-Schulpolitik/Familienprobleme-hindern-Schueler-der-Egestorffschule-am-Lernen
 
29.09.2010, HAZ Ein voller Magen für 50 Cent an der Grundschule Mühlenberg

Ganz Deutschland diskutiert über die Integration. In den Schulen ist sie Alltag – und Herausforderung. Die HAZ hat drei Grundschulen in Hannover besucht, gemeinsam mit Schulpolitikern aus dem Landtag und dem Rat der Stadt. Im zweiten Teil unserer Serie geht es um die Grundschule Mühlenberg

In den vergangenen Tagen sind gerade wieder drei neue Kinder an die Grundschule Mühlenberg gekommen. Mitten im Schuljahr und ohne ein einziges Wort deutsch zu sprechen. „Die Familien kommen aus allen Krisengebieten der Welt an den Mühlenberg“, sagt Schulleiter Willy Förster. Was das für die tägliche Arbeit bedeutet und wie den Grundschülern Entwicklungschancen eröffnet werden können, wollten Rats- und Landtagspolitiker erfahren, die auf Anregung der HAZ das Gespräch mit Eltern und Lehrern gesucht haben.

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Dossiers/Uebersicht/Hintergrund-Schulpolitik/Ein-voller-Magen-fuer-50-Cent-an-der-Grundschule-Muehlenberg
 
28.10.2010, HAZ Wie die Fichteschule mit „Rucksack“-Müttern an der Integration arbeitet

Wie können Schüler lernen, wenn der Magen knurrt oder Hilfe fehlt? Wie bewältigen die Schulen das Thema Integration? Die HAZ bringt Eltern, Lehrer und Politiker aus Hannover zusammen und berichtet darüber in einer Serie. Teil 1: Die Fichteschule.

Wie kann Einwandererkindern das Lernen gelingen, auch wenn sie anfangs nur wenig Deutsch sprechen und ihre Eltern vielleicht selbst nicht lange in die Schule gegangen sind? Mit dieser und ähnlichen Fragen sind Rats- und Landtagspolitiker auf Anregung der HAZ an die Fichteschule in Hainholz gekommen. Sechs Mütter unterschiedlicher Herkunft und vier Lehrerinnen berichteten den Gästen aus ihrem Alltag. Zum Beispiel, dass auch bildungsferne Eltern oft ein sehr großes Interesse am Fortkommen ihrer Kinder haben

>> http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Dossiers/Schulpolitik-in-Niedersachsen/Wie-die-Fichteschule-mit-Rucksack-Muettern-an-der-Integration-arbeitet
 
29.09.2010, HAZ Schulleitungsverband: Althusmann will beim Schul-TÜV nachbessern

Die Schule der Zukunft muss mehr als bisher leisten - über diese Herausforderungen debattierten am Mittwoch rund 800 niedersächsische Schulleiter. Erstmals war bei ihnen der neue Kultusminister zu Gast - er überraschte unter anderem mit Kritik an zu viel Hausaufgaben

Nach nur fünf Jahren hat der Schul-TÜV in Niedersachsen nach dem bisher bekannten Muster ausgedient. Zwar sagte Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) am Mittwoch vor rund 800 Direktoren in Celle : „Ich habe nicht vor, die Schulinspektion ganz abzuschaffen“. Die Qualitätsüberprüfung werde aber verändert und geschärft werden und solle sich künftig in erster Linie auf Unterrichtsstrukturen konzentrieren. „Wir werden die letzten 500 Schulen aber noch nach dem alten Muster inspizieren“, sagte der Minister bei seinem ersten Besuch bei einer Tagung des niedersächsischen Schulleitungsverbandes.

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Althusmann-will-beim-Schul-TUeV-nachbessern
 
07.08.2010, NP Gemeinsames Lernen: In Badenstedt und Vahrenwald beginnen zwei neue IGS

Ein Neustart erfordert meist besonderen Mut: 125 Kinder und 13 Lehrer haben am Freitag diesen Schritt gewagt und in Vahrenwald eine neue Schule aus der Taufe gehoben. „Die Schule kann euch, wenn ihr euch anstrengt, alle Wege öffnen“, versprach Eberhard Dolezal, der kommissarische Leiter der neuen Integrierten Gesamtschule Büssingweg

>> http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/In-Badenstedt-und-Vahrenwald-beginnen-zwei-neue-IGS
 
07.08.2010, NP Wunstorf: Freude – die IGS ist endlich da

Monika Bring-El- Rasheid war sichtlich froh: „Hurra, sie ist endlich da“, rief die Vertreterin des Stadtelternrates und der Gesamtschulinitiative ins Mikrofon. Vor mehr als 500 Schülern, Eltern und Lehrern wurde am Freitag die Wunstorfer Integrierte Gesamtschule (IGS) eröffnet.

>> http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Calenberger-Land/Wunstorf/Freude-die-IGS-ist-endlich-da
 
StER, PM, 27.04.2010 Stadtelternrat Hannover ruft zum Sammeln für das Volksbegehren auf
Der neu konstituierte Stadtelternrat hat bei seiner gestrigen Sitzung seinen ersten einstimmigen Beschluss gefasst:
Der Stadtelternrat Hannover unterstützt die Ziele des Volksbegehrens für gute Schulen und ruft zum Sammeln von Unterschriften auf.
Zum Wohle unserer Kinder stehen wir hinter dem Gesetzentwurf mit seinen Zielen. Wir wünschen uns mehr Ressourcen und mehr Zeit für Bildung und die Wahlfreiheit für alle Schulformen.
08. Mai 2010 Volksbegehren: 65.000 Unterschriften - Landesweiter Aktionstag am 8. Mai

Die neue Zahl bestätigt es einmal mehr: Wir sind schon ganz gut, aber um unser Ziel zu erreichen, müssen wir noch deutlich mehr Gas geben. Rund 65.000 gültige Unterschriften wurden dem Landeswahlleiter zum 15. April aus ganz Niedersachsen gemeldet; das sind knapp 18.000 mehr als einen Monat zuvor. Eine Kommune fällt dabei ganz besonders ins Auge: In Langenhagen wurden mehr als 4.700 Unterschriften gesammelt – prozentual ist das so viel wie in keiner anderen Gemeinde Niedersachsens.

>> mehr zum Volksbegehren für gute Schulen
19.08.2009, HAZ Land kürzt bei Umweltbildung - Nutzer kritisieren Stundenkürzung
  HAZ, 19.08.2009, >> Kritik an Stundenkürzung. „Ein Abbau würde langfristig aufgebaute Kompetenzen zerstören. Die Qualität der Lehrerausbildung würde leiden“..>> mehr
  HAZ, 18.08.2009, >> Land kürzt bei Umweltbildung. Abgeordnete Lehrer im Schulbiologiezentrum sollen wieder in die Schulen zurück. .Das Land plant offenbar drastische Einschnitte im Schulbiologiezentrum. ... ..„Die Lehrer bilden das pädagogische Fundament der Einrichtung. Dieses wird erheblich geschädigt“...>> mehr
  >> www.schulbiologiezentrum.info
  >> Schulbiologiezentrum auf der Homepage des Stadtelternrates
 
19.08.2009 Land kürzt bei Umweltbildung - Nutzer kritisieren Stundenkürzung
  HAZ, 19.08.2009, >> Kritik an Stundenkürzung. „Ein Abbau würde langfristig aufgebaute Kompetenzen zerstören. Die Qualität der Lehrerausbildung würde leiden“..>> mehr
  HAZ, 18.08.2009, >> Land kürzt bei Umweltbildung. Abgeordnete Lehrer im Schulbiologiezentrum sollen wieder in die Schulen zurück. .Das Land plant offenbar drastische Einschnitte im Schulbiologiezentrum. ... ..„Die Lehrer bilden das pädagogische Fundament der Einrichtung. Dieses wird erheblich geschädigt“...>> mehr
  >> www.schulbiologiezentrum.info
  >> Schulbiologiezentrum auf der Homepage des Stadtelternrates
Schulausschuss, 25.05.2009 "Keine Einführung des 12 Jahre Abiturs an IGSen"

Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu einer Resolution - gegen die Stimmen von CDU und FDP im Schulausausschuss am 27.05.2009 beschlossen.

Die Landesregierung hat im Februar 2009 verkündet, sie plane eine Veränderung des Schulgesetzes und der Grundsatzerlasse mit dem Ziel, ab dem 1. August 2010 an Integrierten Gesamtschulen das Abitur in einem achtjährigen Bildungsgang verpflichtend einzuführen.

Die Auswirkung der Schulzeitverkürzung für einen Teil der Schülerschaft der Gesamtschulen liegt auf der Hand. Die integrierte Sekundarstufe I wird zerstört. Die Anhebung der Wochenstundenzahl in den Jahrgängen 5 bis 10 bedeutet, dass ein gemeinsamer Unterricht, das bisherige Differenzierungsmodell ab Klasse 7 auf zwei Leistungsniveaus und der bisher bestehende Wahlpflichtbereich nicht mehr existieren können. Wenn die Schüler/innen des gymnasialen Bildungsgangs separiert werden, ist die Abtrennung der "Realschüler/innen" von den "Hauptschüler/innen" vorprogrammiert.

· Die Integrierte Sekundarstufe I ist der Kern der IGS. Ihre Zerstörung bedeutet die Zerschlagung der Schulform Integrierte Gesamtschule.
· Integrierte Gesamtschulen bieten Eltern und Schüler/innen eine Alternative zum gegliederten Schulsystem, die für viele Kinder und Jugendliche den Weg zum Abitur öffnet, da sie sich konkret für diesen Weg entschieden haben, z.B. Kinder die mehr Lernzeit benötigen, Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder aus bildungsferneren Schichten, Kinder mit Teilleistungsschwächen.
· Integrierte Gesamtschulen ermöglichen vielen Kindern und Jugendlichen einen höheren Bildungsabschluss zu erwerben, als ihnen nach den Grundschulempfehlungen zugetraut wurde.
· Integrierte Gesamtschulen haben sich als Reformschulen entwickelt, die den gewandelten Bildungsansprüchen vieler Eltern entsprechen.
· Die Errichtung Integrierter Gesamtschulen bietet unter den Bedingungen des drastischen Schülerrückgangs in den kommenden Jahren für viele Schulträger die Möglichkeit ein vollständiges Bildungsangebot in der Region vor Ort aufrecht zu erhalten.

Unsere Forderungen:

· Wir fordern die niedersächsische Landesregierung auf, die geplante Verkürzung der Schulzeit an der IGS auf acht Jahre bis zum Abitur unverzüglich zurückzunehmen! Stattdessen soll der Wunsch der Eltern ernst genommen werden, dass das Angebot, Abitur weiterhin nach 13 Jahren, erhalten bleibt!

· Wir fordern, dass die Landesregierung den Elternwillen respektiert und bestehenden und geplanten Gesamtschulen keine Steine in den Weg legt, sondern sie in der bewährten Form als gebundene Ganztagsschulen mit langem, gemeinsamen Lernen arbeiten lässt!

· Wir fordern die niedersächsische Landesregierung auf, die vorgeschriebene Fünf-Zügigkeit für neu einzurichtende Gesamtschulen in Niedersachen umgehend zurück zu nehmen!

· Wir fordern die niedersächsische Landesregierung auf, die frühzeitige Selektion der Kinder zu verhindern und eine bestmögliche individuelle Entwicklung von jedem Kind zu fördern. Kein Kind darf zurückbleiben!

GEMEINSAM SIND WIR BESSER!

 
NP, 22.05.2009 2000 Petitionen gegen Turbo-Abi an IGSen

HANNOVER. Der Streit um das Schulgesetz beschert dem Landtag nächste Woche einen Anhörungsmarathon. Rund 30 Verbände und Organisationen sollen am Montag und Dienstag im Kultusausschuss ihre Position zum Gesetzentwurf darstellen.
Zugleich muss sich der Landtag mit einer Flut von Beschwerden befassen. Bisher seien rund 2000 Petitionen eingegangen, sagte ein Sprecher. „Wir kriegen jeden Tag große Stapel“ – etwa 50 bis 100 Protestschreiben kämen täglich an.
Die Opposition und die Bildungsverbände kritisieren, das Vorhaben solle ohne Grund noch vor der Sommerpause durchgepeitscht werden. Die Änderungen – darunter die umstrittene Einführung des Turbo-Abis nach zwölf Schuljahren auch an Integrierten Gesamtschulen (IGSen) – sollen dann 2010 umgesetzt werden.
Der CDU-Bildungsexperte Karl-Heinz Klare ließ angesichts der Protestwelle allerdings „Spielräume“ erkennen. Es werde Kompromisse geben. So solle langsam lernenden Schülern an Gesamtschulen auch das Abitur nach 13 Jahren ermöglicht werden. Zwar werde
sich das Gesetz nicht ändern, aber in den Verordnungen oder Erlassen für die Schulen müsse „nach Wegen gesucht werden, dass die Strukturen im Sinne der Eltern und Schüler auch beibehalten werden“.
Zu den Protestbriefen und Petitionen sagte Klare: „Die Masse ist schon beeindruckend, und wir nehmen das auch sehr ernst.“ Die Fraktion werde sich noch einmal mit dem „Sturm des Protestes“ beschäftigen. Die Juristen des Landtages hatten etliche Mängel in dem Gesetzestext festgestellt.

 
NP, 22.05.2009: So, 24.05.2009, 10:30 - 12:00 Was bietet das Biologiezentrum ?

Gibt es auch Veranstaltungen für Familien im Schulbiologiezentrum?

Das Schulbiologiezentrum mit Hauptsitz im Vinnhorster Weg 2 ist 1974 gegründet worden, um Schüler ab der Grundschule an die Natur heranzuführen. Sonntags zwischen 10.30 Uhr und 14 Uhr bietet das Schulbiologiezentrum ein Programm für Kinder und Eltern. Der Eintritt ist frei.
Sonntag, 24. Mai: Für Erwachsene: integrierter Pflanzenschutz; ab acht Jahren: Gartenrundgang – Pflanzen erkennen, kosten und schützen; ab sieben Jahren. Naturschutz fängt im eigenen Garten an – Krautschau im Apotheker- und Gemüsegarten, Herstellung von Kräutersalz; ab sechs Jahren: Hase oder Kaninchen? Ab fünf
Jahren: Auf den Spuren der Bäume/Töpfern von Zootieren. Ein Märchen zum Naturschutz wird erzählt und ein Buch dazu gestaltet.
Sonntag, 7. Juni: Dieser Tag steht unter dem Motto der Woche der Botanischen Gärten: „Darwins Garten, Abenteuer der Evolution“. Mit Vortrag, Rundgang, Experimenten,
Evolutionsquiz und kreativen Spielen.
14. Juni: Geo-Tag der Artenvielfalt. Ab zehn Jahren: Vielfalt der Düfte; ab acht Jahren. Gartenrundgang mit besonderem Blick auf Giftpflanzen/ Was lebt in unseren
Teichen?/ Tomaten pflegen – Saatgut gewinnen; ab sieben Jahren: Auf der Suche nach den Spuren der Bäume; ab fünf Jahren: Spurensuche im Wald; ab vier Jahren: die Vielfalt der Nager. mai

DER NATUR AUF DER SPUR: Im Schulbiologiezentrum wird der Blick auch für kleine Wunder geschärft. Foto: Behrens

>> Schulbiologiezentrum - Das komplette Programm der Sonntagsmorgenveranstaltungen 2009 - 2010 als PDF - 836 kb

 
NP, 20.05.2009 Breite Front gegen Schulgesetz

Opposition und Verbände kritisieren Turbo-Abi. Auch Landtagsjuristen bremsen Wulff-Projekt.

VON HEIKO RANDERMANN
HANNOVER. Breite politische Front gegen das Turbo-Abi: Verbände, Opposition und Landtagsjuristen kritisieren an der Novelle des Schulgesetzes schwere handwerkliche Mängel.
Außerdem sei das Tempo, mit dem CDU und FDP das Gesetz durchpeitschen wollten, „ein Affront“, so SPD-Schulexpertin Frauke Heiligenstadt.
Das Schulgesetz, mit dem die schwarz-gelbe Landesregierung unter anderem das Turbo-Abi an Integrierten Gesamtschulen zur Pflicht und eine engere Verzahnung von Haupt- und Realschulen möglich machen will, steht seit Wochen in der Kritik.
Vergangene Woche brachten CDU und FDP die Novelle in den Landtag ein, gestern wurde der Text im Kultusausschuss beraten.
Dabei kritisierte der Gesetzgebungs-und Beratungsdienst, der alle Gesetze juristisch prüft, handwerkliche Mängel der Novelle und empfahl den Parlamentariern eine „längere und gründliche Beratung“.
Der Kritik schlossen sich gestern die Lehrergewerkschaften GEW und VBE, Bildungsverbände, der Landeselternrat sowie der Landesschülerrat und die Oppositionsfraktionen SPD, Grüne und Linke an. Nach dem Wunsch von Schwarz-Gelb sollen alle Verbände bereits am kommenden Montag eine schriftliche Stellungnahme vorlegen – das sei viel zu wenig Zeit, so die einhellige Kritik. Heiligenstadt: „CDU und FDP haben kein Interesse an einer geordneten Beratung.“

 
NP, 20.05.2009 „Handwerklich eine Katastrophe“

Harsche Kritik am Schulgesetz. Opposition, Verbände und Juristen wollen länger beraten.

Das neue Schulgesetz hat nach Ansicht von Kritikern schwere handwerkliche Mängel.
VON HEIKO RANDERMANN
HANNOVER. Das Urteil von Eberhard Brandt, Chef der Lehrergewerkschaft GEW, über die geplante Änderung des Schulgesetzes ist drastisch: „Das ist handwerklich eine Katastrophe. Es ist eine Schande für die, die es wagen, so etwas vorzulegen.“
Brandt ist mit seiner Kritik nicht allein: SPD, Grüne und Linke protestierten gestern gemeinsam mit Lehrer-, Schüler und Elternverbänden gegen die Politik der Landesregierung.
Auch die Landtagsjuristen des Gesetzgebungs- und Beratungsdienstes sehen Mängel und empfehlen den Parlamentariern eine „gründlichere und längere Beratung“.

Mit der Änderung des Schulgesetzes soll unter anderem das Turbo-Abi an Gesamtschulen zur Regel werden. Hauptkritikpunkt der Verbände war gestern das hohe Tempo, mit dem CDU und FDP die Gesetzesnovelle durchbringen wollen.
Erst am vergangenen Montag hatten viele Verbände den Text mit den Gesetzesänderungen erhalten, bis zum kommenden Montag, 25. Mai, sollen alle eine schriftliche Stellungnahme für die Verbandsanhörung fertig haben – ungeachtet des Feiertags morgen.
„Wir können diese Hopplahopp-Aktion nicht nachvollziehen“, so Pascal Zimmer, Chef des Landeselternrats. Die schulpolitischen Sprecherinnen Frauke Heiligenstadt
(SPD), Ina Korter (Grüne) und Christa Reichwaldt (Linke) nannten den Gesetzentwurf nicht beratungsfähig
. „Bei fast jedem Paragrafen gibt es Klärungsbedarf“, so Korter. Sie brachte einen Anhörungsboykott der Verbände ins Spiel, doch das lehnten die Lehrergewerkschaften VBE und GEW sowie der Landeselternrat ab.
Die CDU-Schulexperten Karl-Heinz Klare und Karl-Ludwig von Danwitz nannten die Kritik „künstlich aufgebauscht“: Es gehe nur um wenige Gesetzesänderungen. Außerdem hätten alle Beteiligten ihre Meinung längst gefasst. Auch gestern hielten Eltern verschiedener Gesamtschulen eine Mahnwache vor der Markthalle. Am 2. Juni wollen sie die Bannmeile des Landtags mit einer Menschenkette umschließen.

 
HAZ, 14.05.2009 Grundschüler protestieren - Unterschriften übergeben

Die Uhrzeit war mit Bedacht gewählt: Gestern Mittag, fünf Minuten vor zwölf, machten rund 500 Lehrer, Schüler und Elternvertreter aus allen Teilen Niedersachsens vor dem Wirtschaftsministerium ihrem Ärger über die geplante Abschaffung der so genannten Vollen Halbtagsschule Luft. Im Zuge der Kundgebung überreichten die Demonstranten dem CDU-Landtagsfraktionschef David McAllister eine Unterschriftensammlung der besonderen Art: mehrere Säcke, gefüllt mit einigen Tausend beschrifteten, mahnend erhobenen Händen aus Pappe. Gegen 14 Uhr löste sich die friedliche Demonstration auf.
Hintergrund der Proteste ist die von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) geplante Änderung des Schulgesetzes, die ab 2010 unter anderem die Abschaffung der Vollen Halbtagsschulen - Grundschulen mit besonders guter Lehrerausstattung - vorsieht. Stattdessen soll die so genannte Verlässliche Grundschule zum Regelfall für Niedersachsen werden. Beide Modelle sehen eine garantierte Betreuung der Schüler von 8 bis 13 Uhr vor - in der Vollen Halbtagsschule ausschließlich durch ausgebildete Pädagogen, in der Verlässlichen Grundschule dagegen auch durch geringer qualifizierte Kräfte.
Djure Meinen, Vater zweier schulpflichtiger Kinder und Organisator der Protestaktion, hat Sorge, dass die geplante Gesetzesnovelle zulasten schulischer Qualität gehen könnte: „Volle Halbtagsschulen haben meist ein besonderes Konzept, etwa die Integration behinderter Schüler." Solches könnte mit einer schlechteren Fachkräfteausstattung künftig nicht mehr realisiert werden, fürchtet Meinen. dab

 
 
HAZ, 11.05.2009 10.000 demonstrieren in Hannover gegen Schulpolitik

Etwa 10 000 Menschen forderten Ministerpräsident Christian Wulff und Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (beide CDU) unter anderem auf, das geplante „Turbo-Abi“ nach nur zwölf Jahren an Gesamtschulen zu kippen.
Mit so vielen Demonstranten hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet. Knapp 10 000 Schüler, Eltern und Lehrer aus ganz Niedersachsen kamen am Sonnabend in Hannover zusammen, um gegen die Schulpolitik der Landesregierung zu demonstrieren - doppelt so viele wie erwartet. „Herr Wulff hat längst den gesellschaftlichen Rückhalt für seine Politik verloren“, rief GEW-Landeschef Eberhard Brandt den Demonstranten zu, die bei jeder Nennung der Namen von Ministerpräsident Christian Wulff und Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (beide CDU) zu ohrenbetäubenden Buhrufen anstimmten.

Die eigentlich von den Gesamtschulen als Protest gegen das umstrittene „Turbo-Abi“ nach nur zwölf Jahren geplante Demonstration wurde zum Rundumschlag gegen Wulff und seine in Bedrängnis geratene Kultusministerin. Das „Turbo-Abi“, die geplante Abschaffung der sogenannten Vollen Halbtagsschulen - Grundschulen mit besonders guter Ausstattung - , die unsichere Unterrichtsversorgung, der Konfrontationskurs gegen nahezu jeden Kritiker: Themen hatten sich für die Demonstranten zuletzt zuhauf ergeben.
Nicht nur Gesamtschüler, auch Vertreter von Gymnasien und Grundschulen kamen in die Landeshauptstadt, um ihrem Ärger über die festgefahrene Situation Luft zu machen. „Mit Wulff und Heister geht Bildung über’n Deister“, stand auf einem der Plakate inmitten des Protestzuges durch die Innenstadt, an dem sich auch zahlreiche Landtagsabgeordnete der Opposition und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) beteiligten.
Neben der immer größer werdenden Proteste setzt auch die eigene Partei Heister-Neumann zu. „Sie steht stark unter Beschuss, weil wir keine Hoffnung haben, dass es besser wird“, sagte ein Mitglied der CDU-Fraktion. Dass Wulff seine „Arbeitsplatzgarantie“ für Heister-Neumann von Ende März („Frau Ministerin Heister-Neumann ist am Jahresende noch im Amt.“) einhält, wird in der Fraktion stark bezweifelt. „Das Ding ist ziemlich am Ende“, hieß es dazu.
Immer wieder wird der derzeitige Parlamentarische Fraktions-Geschäftsführer Bernd Althusmann als möglicher Nachfolger ins Gespräch gebracht. Dabei könnte die Fraktion die Proteste gegen das neue Schulgesetz, das im Juni im Landtag verabschiedet werden soll, noch verschmerzen. Trotz des wachsenden Widerstands auch in den eigenen Reihen gegen das „Turbo-Abi“ an den Gesamtschulen sind die meisten Abgeordneten fest entschlossen, das Vorhaben umzusetzen.
Sollte jedoch die von Heister-Neumann versprochene hundertprozentige Unterrichtsversorgung nicht klappen, droht auch in der CDU endgültig eine Bombe zu platzen. „Wenn das schief läuft, hält das keinen mehr“, hieß es aus der Fraktion. Deren Chef David McAllister betont wie Wulff immer wieder, die Unterrichtsversorgung müsse unbedingt klappen. An diesem Montag wird es einen Fingerzeig geben, ob dies auch gelingt. Das Kultusministerium will dann über die Bewilligung der Lehrer-Teilzeitanträge informieren. Durch eine strengere Prüfung der Anträge soll Unterricht im Umfang von 350 Lehrerstellen gesichert werden. In der Fraktion rechnen nur wenige damit, dass die Rechnung aufgeht.
Trotz des immensen Drucks wird eine kurzfristige Ablösung der Ministerin nicht erwartet.
„Wulff wird sich schwertun, sie zu entlassen. Momentan würde ihm das als Zeichen der eigenen Schwäche ausgelegt“, sagte ein langjähriger CDU-Abgeordneter. Wahrscheinlicher sei, dass sich nach der Europawahl am 7. Juni oder spätestens nach der Bundestagswahl am 27. September etwas tue.
lni

 
NP, 11.05.2009 10 000 umzingeln die Innenstadt

HANNOVER. Wer gewollt hätte, hätte sich beim Protest gegen das Turbo-Abi am Sonnabend nicht groß bewegen müssen. Als die Spitze des Zuges den Opernplatz wieder erreichte, waren die letzten Demonstranten gerade dabei, ihn zu verlassen. 10 000 Menschen (laut Veranstalter) hatten die Innenstadt quasi umzingelt.
Knapp 40 Minuten dauerte es, bis sich der bunte Demowurm an dem Beobachter vorbeigewälzt hatte. Schulen aus ganz Niedersachsen waren angereist, aus Hildesheim, Jever, Stade, Aurich, Oldenburg.
Zentrales Thema war das Turbo-Abi an Gesamtschulen. Doch die Demonstration wurde zu einem Rundumschlag gegen die Schulpolitik der Landesregierung. Auch die geplante Abschaffung der sogenannten vollen Halbtagsschule – Grundschulen mit besonderer Ausstattung – wurde scharf kritisiert.
Die Stimmung war friedlich und fröhlich, mehr Happening als Revolte. Einige unvermeidliche Klassenkampf-Transparente- Träger drängelten zwar nach vorne, blieben aber unbeachtet.
Der einzige „schwarze Block“, der kurz für Unruhe sorgte, kam aus Frankfurt: Fußballfans auf dem Weg ins Stadion kreuzten am Hauptbahnhof die Demo. Einige Male
musste die Polizei die Protestierenden kurz anhalten, um größere Gruppen der Hessen passieren zu lassen.
Einige von ihnen fragten erstaunt, was hier denn los sei.
Transparente sorgten für Aufmerksamkeit. „Abi im Galopp, das ist der Bildungsflop“
, stand da zu lesen, oder auch „Mit Wulff und Heister geht Bildung über’n Deister“. Einige Schüler hatten sich fantasievoll kostümiert. Nora Bochnig (15) und Sira Gieseke (14) von der IGS Langenhagen hatten sich als bunte Blumen verkleidet
und geschminkt. „Das ist unser kreativer Protest“, sagten sie. Beide sind froh, an einer IGS zu sein. „Man hilft sich gegenseitig“, so Nora. „Mal ist der eine besser, mal der andere.“
Auf der Abschlusskundgebung wechselten sich Musik und Worte ab.
Rapper Baltasar Buxe aus Braunschweig brachte die Schüler zum Toben. „Wie weit ist es zum Landtag?“ wollte er wissen. „Schreit jetzt mal so laut, dass die euch hören!“ Mehrere tausend Kehlen gaben ihr Bestes.
Veranstalter und GEW-Sprecher Nils Johannsen hatte mit so vielen Teilnehmern nicht gerechnet. „Ein deutliches Signal an die Landesregierung“, sagte er. „Heister-Neumann muss zurücktreten!“ SPD-Landtagsfraktionschef Wolfgang Jüttner sieht einen erst vorläufigen Höhepunkt: „Wenn die Regierung so weiter macht, kann sie das öfter erleben“, sagte er. „Wenn im August die Unterrichtsversorgung nicht aufgeht, gehts erst richtig rund.“

 
Demo, 09.05.2009, 12:00 „Gemeinsam sind wir besser – kein Turbo-Abitur an Gesamtschulen!“

Vorläufiger Ablaufplan:
· Ankunft auf dem Opernplatz in Hannover bis 12:00 Uhr
· Anwesende Schulen sollen sich am Infotisch der GEW an der Bühne melden

· Programmstart 12:00 Uhr
· „Vamos Sambar“ Sambagruppe der IGS Linden
· Eingangsmoderation, namentliche Begrüßung der anwesenden Schulen

· Ab ca. 12:15 Uhr : Beginn der Auftaktkundgebung
· Grußwort: Stephan Weil, OB der Landeshauptstadt Hannover
· 1. Rede: Amina Yousaf (Sch.vertr. IGS Mühlenberg)
· 3-Minuten-Theater (IGS Langenhagen)
· 2. Rede: Eberhard Brandt (Vorsitzender der GEW-Niedersachsen)
· Gruppe/Chor der Glocksee-Schule Hannover

· Ab ca. 13 Uhr: Demonstrationszug: Opernplatz, Ständehausstr. Luisenstraße, Hauptbahnhof, Kurt-Schumacher-Str., Steintor, Georgstraße, Kleine Packhofstr., Osterstr., Windmühlenstr., Opernplatz
· (Kröpcke und Große Packhofstr. sind gesperrt (KIBIS-Tag der Selbsthilfegruppen)

· Ab ca. 14.00/14.15 Uhr: Eintreffen des Demonstrationszuges auf dem Opernplatz, Beginn der Abschlußkundgebung
· Gruppe „Reimheit“ (BS) (3 Rapper)
· Grußwort Nora Alvarado (SV-Vertreterin, IGS Franzsches Feld/BS)
· Grußwort Sebastian Fröhlich (Landesschülerrat)
· Lehrer-Band aus Oldenburg
· 3. Rede: Pascal Zimmer (Vorsitzender des Landeselternrat)
· Gruppe „Reimheit“ (BS) (3 Rapper)
· 4. Rede: Peter Krone (Lehrer der Freien Waldorfschule Maschsee/Hannover)
· Lehrer-Band aus Oldenburg
· Abschlussmoderation
· Ende der Veranstaltung ca. 15Uhr (max.16 Uhr)

 
Sa, 09.05.2009, 12:00 Uhr, Opernplatz GEMEINSAM SIND WIR BESSER! (Zentraler Aufruf)

Kein Turbo-Abi an Gesamtschulen! - Demonstration am 9.Mai, ab 12 Uhr auf dem Opernplatz

Unsere Forderungen:

· Wir fordern die niedersächsische Landesregierung auf, die geplante Verkürzung der Schulzeit an der IGS auf acht Jahre bis zum Abitur unverzüglich zurückzunehmen!

· Wir fordern, dass die Landesregierung den Elternwillen respektiert und bestehenden und geplanten Gesamtschulen keine Steine in den Weg legt, sondern sie in der bewährten Form als gebundene Ganztagsschulen mit langem gemeinsamen Lernen arbeiten lässt!

· Wir fordern die niedersächsische Landesregierung auf, die vorgeschriebene Fünf-Zügigkeit für neu einzurichtende Gesamtschulen in Niedersachen umgehend zurück zu nehmen!

Schüler, Schülerinnen, Eltern und Lehrkräfte der Gesamtschulen Hannovers rufen zur Demo auf >> Aufruf zur Demo am 09.05.2009, 12:00 Uhr, auf dem Opernplatz in Hannover, als pdf, 11 kb
 
Sa, 09.05.2009, 12:00 Uhr, Opernplatz GEMEINSAM SIND WIR BESSER! (Aufruf des Schulelternrates des IGS Linden)

Kein Turbo-Abi an Gesamtschulen! - Demonstration am 9.Mai, ab 12 Uhr auf dem Opernplatz

Liebe Eltern, Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Freunde der IGS Linden,

Rettet das gemeinsame Lernen, solange es noch geht!
Das hört sich dramatisch an und die Pläne der Landesregierung sind es auch: Bereits zum 1. August 2009 wollen CDU und FDP in Niedersachsen das Turbo-Abi für die neuen Jahrgänge an den Integrierten Gesamtschulen einführen. Die Konsequenz: Schon zum neuen Schuljahr würde das gemeinsame Lernen unterschiedlich begabter Kinder auch an der IGS Linden radikal eingeschränkt. Chancengleichheit? Elternwille? Integration? Der Landesregierung scheint dies nebensächlich zu sein.

Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen!
Zahlreiche Eltern- und Schülervertretungen, Initiativen und die GEW Hannover rufen daher für Samstag, den 9. Mai landesweit zu einer Demonstration auf, so auch der Schulelternrat der IGS Linden.

Gemeinsam können WIR das Turbo-Abi verhindern!
Offenbar scheut die Landesregierung eine öffentliche Auseinandersetzung. Nur so ist zu erklären, dass sie darauf verzichtet, ihr Vorhaben, wie sonst üblich, im Kultusausschuss öffentlich zu erörtern. Das ist ein äußerst schlechter demokratischer Stil. Doch wenn unser Protest laut genug ist, dringt er auch in den Landtag zu den Fraktionen von CDU und FDP durch und bringt Parteidisziplin zum Wanken. Deswegen: kommt zur Demonstration!

Alles neu macht der Mai!
Eltern, Schüler und Lehrer sind mehrheitlich gegen das Abitur nach 12 Jahren. Das bedeutet: Der 9. Mai ist mitentscheidend, ob die Landesregierung ihre Pläne umsetzt. Wir müssen eine große Öffentlichkeit auf die Straße bringen und deutlich zeigen, wie stark die Opposition gegen diese trennende, sortierende und rückschrittliche Bildungspolitik ist.
Kommt mit euren Familien und Freunden! Setzt Euch ein für die Zukunft Eurer Kinder, damit sie weiterhin miteinander, voneinander fürs Leben lernen können!
WIR, die Teilnehmer der IGS Linden, treffen einander um 11.30 Uhr auf dem Georgsplatz vor dem alten Gebäude der Nord/LB, von dort aus gehen wir gemeinsam zum Opernplatz.

GEMEINSAM SIND WIR BESSER!

Schulelternrat der IGS Linden, Hannover, 27.April 2009

Als Beispiel: Aufruf des Schulelternrtes der IGS Linden: ..Rettet das Gemeinsame Lernen, solange es noch geht"... >> Aufruf zum gemeinsamen Treffpunkt und zur Demonstartion als pdf, 9 kb
 
HAZ, 27.03.2009 Demonstrationen gegen das "Turbo-Abi"
Briefe, Trommeln und Trillerpfeifen: Die IGSen aus der Region Hannover kritisierten am landesweiten Aktionstag die geplante Einführung des Turbo-Abiturs.
Es ist laut auf dem Thie am Kronsberg – und eng: Etwa 850 Schüler, Lehrer und Eltern schwenken Transparente, blasen in ihre Trillerpfeifen und schlagen auf Trommeln. „Wir wollen keinen Stress, 13 Jahre IGS“, rufen die IGS-Kronsberg-Schüler über den Platz. Vor dem Stadtteilzentrum Krokus bildet sich eine Menschentraube, etwa 30 Jugendliche mit weißen Mullbinden vor den Mündern erregen Aufsehen. „Auf unsere Meinung nimmt die Landesregierung keine Rücksicht“, ruft Schulsprecherin Serpel Matyar.
Am Donnerstag hatten die Schüler der Integrierten Gesamtschulen in der Region Hannover eine klare Botschaft: Die Pläne der Landesregierung zur Einführung des Abiturs in zwölf Jahren auch an den Gesamtschulen zerstören ihrer Ansicht nach das Konzept des gemeinsamen Lernens. Sechs integrierte Gesamtschulen aus dem Stadtgebiet und zwei aus dem Umland machten ihrem Unmut über die Veränderungen des Schulsystems mit einem Aktionstag einen Tag vor Beginn der Osterferien Luft. Auch IGSen in weiteren Städten Niedersachsens schlossen sich dem Protest an. Der Ideenreichtum der Schüler war groß: Menschenketten in Linden und in der List, Schulstreik in Langenhagen, Theater im Roderbruch, Protestbriefe in Mühlenberg, Demonstrationen in Garbsen, Vahrenheide und am Kronsberg. Vor allem Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) war Adressatin der Kritik.
Als Amina Yousaf, Schülersprecherin der IGS Mühlenberg, am Nachmittag vor dem Kultusministerium stand, saß die Ministerin gerade in einer Sitzung im Landtag. „Jeder hat freiwillig einen Brief verfasst und erklärt, warum die IGS so bleiben muss, wie sie ist“, sagte die 19-Jährige. Ein Mitarbeiter der Behörde nahm die drei Kartons mit 1500 Briefen für die Ministerin entgegen. Auch Schüler der Waldorfschule Bothfeld waren zum Ministerium gekommen, um ihre Solidarität zu zeigen – auch wenn das „Turbo-Abi“ die Privatschule nicht betrifft. Den ganzen Vormittag hatten die Schüler der IGS Mühlenberg im Unterricht gebastelt und geschrieben. Der 15-jährige Jonas Pietsch aus dem 9. Jahrgang schrieb der Politikerin: „Die IGS ist für Kinder gut, die das Tempo auf dem Gymnasium nicht schaffen.“ So wie Jonas haben viele Schüler, Eltern und Lehrer Angst, dass das verkürzte Abitur das Konzept der Integrierten Gesamtschulen zerstöre.
„Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, sich nach ihren Fähigkeiten zu entfalten – und das braucht Zeit“
, sagt Sabine Mech, die ihren Sohn bewusst auf die IGS Linden geschickt hat. So wie Sabine Mech, denken nach einer Umfrage der Stadt Hannover 40 Prozent aller Eltern: Sie würden ihr Kind auf einer Gesamtschule anmelden, um ihnen mehr Zeit zum Lernen zu geben.
Um gegen die geplante Kürzung der Schulzeit zu protestieren, hatten sich gestern einige Eltern zusammen mit den 1300 Schülern der IGS Linden in eine 500 Meter lange Menschenkette um das Schulgebäude eingereiht
. Der Protest dauerte nur eine gute Stunde, in Langenhagen hingegen bestreikten die rund 1300 Schüler und Elternvertreter den Unterricht den ganzen Schultag lang. „Ich war erst auf dem Gymnasium, aber der Stundenplan war durch das Turbo-Abi so voll gepackt, dass ich kaum Freizeit hatte“, erzählte die Schülerin Panthea Mehdizadeh dort. Heister-Neumann müsse sich einmal den Unterricht an der Integrierten Gesamtschule anschauen, um sich ein Bild vom guten Klima zu machen, waren sich Schüler- und Elternvertreter in Langenhagen einig.
Dass die Aktionen die Pläne wirklich ändern können, glaubten jedoch die Wenigsten. "Aber ganz ignorieren kann man so viel Protest ja nicht", sagte Carolin Oltersdorf, Schülersprecherin der IGS Linden. Das Kultusministerium äußerte sich gestern nicht zum Aktionstag und verwies auf die Beschlüsse der Kabinettsklausur. SPD- und Grünen-Politiker aus Stadt und Land zeigten sich jedoch solidarisch - und sprachen sich vor den Schülern der IGS Kronsberg deutlich gegen die Einführung des "Turbo-Abiturs" aus. "Der Grundgedanke der IGS wird ausgehöhlt", sagte Frauke Heiligenstadt von der SPD-Landtagsfraktion und bekam nicht nur von den Parteikollegen Stefan Politze und Michael Klie, Ratsmitglied, Zustimmung, sondern auch von der schulpolitischen Sprecherin der Grünen im Rat, Regine Kramarek. Unterstützung gab es auch vom Landesvorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hartmut Tölle: "Der Protest zeigt, dass die Pläne der Landesregierung am Willen der Eltern und Schüler vorbeigehen."
Die IGSen kündigten an, die Aktionen auszuweiten. Am 9. Mai wollen in Hannover Schüler, Eltern und Lehrer aus ganz Niedersachsen demonstrieren. Doch mit ihren Forderungen muss die Kultusministerin schon vorher auseinandersetzen: Die 1500 Briefe aus Mühlenberg werden ihr vorgelegt, versprach ein Mitarbeiter. Und auch aus Langenhagen soll sie demnächst Post mit 1500 Unterschriften bekommen.
von Hannah Suppa, Julia Sellner und Charlotte Klein

Bild: Schüler von IGSen aus der Region Hannover demonstrieren gegen die Bildungspolitik.

 
01.09.2008 SPD-Parteivorstand: "Aufstieg durch Bildung - Chancengleichheit und wirtschaftlicher Wohlstand"

"Aufstieg durch Bildung - Chancengleichheit und wirtschaftlicher Wohlstand" heißt das Papier, mit dem der SPD-Parteivorstand seine bildungspolitischen Schwerpunkte bestimmt hat. Chancengleichheit in der Bildung zu erreichen und den Aufstieg durch Bildung für Alle ist eine gesamt- gesellschaftliche Aufgabe, bei der Bund, Länder und Gemeinden sowie Unternehmen, Verbände und Sozialpartner gemeinsam in der Verantwortung stehen. Das Papier nimmt alle Zuständigkeits- ebenen der Bildungspolitik in den Blick und formuliert klare Eckpunkte für die zukünftige Bildungspolitik.

PISA-E-Studie: Kein Grund zur Euphorie – gemeinsames Handeln gefordert. Die Bundesvorsitzende der Arbeits-gemeinschaft für Bildung in der SPD (AfB), Dr. Eva-Maria Stange, erklärt zu den am 18.11.2008 veröffentlichten Ergebnissen der PISA-E-Studie: Trotz leichter Fortschritte gibt es nach wie vor keinen Grund zur Euphorie, denn das Grundproblem des deutschen Bildungssystems bleibt: Es ist hochselektiv. Immer noch hängt der Bildungserfolg stark von der sozialen Herkunft ab. Und immer noch schafft es das deutsche Schulsystem nicht, alle Potenziale in unseren Kindern und Jugendlichen bestmöglich zu fördern >> Pressemitteilung (pdf, 7 kb)

Bildungsgipfel eine Enttäuschung – Merkel verspielt Chance. Zu den Ergebnissen des Bildungsgipfels am 22. Oktober 2008 in Dresden erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung, Dr. Eva-Maria Stange: Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet - dieser Bildungsgipfel bleibt am Ende eine herbe Enttäuschung. Von einem Aufbruch in die Bildungsrepublik kann hier wirklich nicht die Rede sein. Den großen Erwartungen, die die Bundeskanzlerin ein Jahr lang geweckt hat, konnte sie in keiner Weise Rechnung tragen. >> Presseerklärung als pdf (pdf, 6 kb)

BAls Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet - dieser Bildungsgipfel bleibt am Ende eine herbe Enttäuschung. Von einem Aufbruch in die Bildungsrepublik kann hier wirklich nicht die Rede sein. Den großen Erwartungen, die die Bundeskanzlerin ein Jahr lang geweckt hat, konnte sie in keiner Weise Rechnung tragen. >> Zur Qualifizierungsinitiative (pdf, 191 kb)

SPD-Aktuell vom 23.10.2008 zu den Ergebnissen des Nationalen Bildungsgipfels: >> Nur die SPD steht für einen Aufbruch in die "Bildungsrepublik" (pdf, 45 kb)

Bildungspolitik als Schnittstelle aller großen Politikfelder (AfB Weser-Ems vom 13.09.2008): >> "Bildungspolitik Schnittstelle alle großen Politikfelder" (pdf, 64 kb)

 
27.09.2008 Elternverband für Gesamtschulen in Niedersachsen gegründet

Mit großer Beteiligung aus allen Teilen des Landes Niedersachsen haben Eltern am Samstag den 27. September in Peine den „Elternverband für Gesamtschulen Niedersachsen" (EVGN) gegründet.

>> www.elternverband-gesamtschule@online.de

Am Anfang stand der Vortrag von Prof. Ulf Preuß-Lausitz (Berlin) mit dem Titel: „Kein Kind darf uns verloren gehen".
Auf dem Gründungskongress an dem auch Matthias Kern (Vorsitzender des Landeselternrats) teilnahm wurden in den Vorstand gewählt: Bernd Siegel, (Vors.) Oldenburg; Jörn Riegel, (stv V.) Süpplingenburg; Beate Liebe, Worpswede; Harald Müller, Coppenbrügge; Susanne Stobbe, Göttingen; Susanne Lüke, Hannover/Laatzen; Burghard Witte, Nienstedt

 
jeden Sonntag, 10:30 - 12:00 Uhr Eltern gehen mit ihren Kindern gemeinsam in die Natur

>> Zur Chronik des Schulbiologiezentrums (Entwurf - wird bearbeitet)

>> "Eltern gehen mit ihren Kindern gemeinsam in die Natur"
>>  mehr auf der Homepage des Fördervereins
 
Mi, 17.10.2007, 13:30 - 14:30 "NEUE IGS - JETZT !" - Kundgebung vor dem nds. Landtag

Was Gesamtschulen betrifft, steht das Elternrecht auf freie Schulwahl in Hannover leider immer noch nur auf dem Papier, jedes Jahr werden rund 200 Kinder allein an hannoverschen Gesamtschulen abgewiesen - aus Mangel an Plätzen. Auch die jüngst angekündigte Lockerung des Neugründungsverbots ändert für Eltern in Hannover leider nichts, denn neue Gesamtschulen soll es nur in seltenen Ausnahmefällen geben. Das Elternrecht auf freie Schulwahl muss respektiert werden. Deshalb hat sich der Stadtelternrat mehrheitlich dafür ausgesprochen, diese Unterschriftenaktion zu unterstützen. Der Arbeitskreis Gesamtschule des Stadtelternrat ist Erstunterzeicher und für den Arbeitskreis arbeiten Edith Tötsches von der IGS List und Alex Brandenburg von der IGS Linden im Bündnis für eine neue Gesamtschule in Hannover aktiv mit >> "NEUE IGS - JETZT !"

Am kommenden Mittwoch, den 17. Oktober, beginnen die Beratungen des Landtages für den Monat Oktober. Um 16:30 Uhr wird der Antrag der SPD auf Aufhebung des durch CDU und FDP gesetzlich verankerten Verbotes zur Errichtung neuer Gesamtschulen behandelt. Dieses Verbot neue Gesamtschulen zu errichten gibt es sonst in keinem anderen Bundesland. Am kommenden Mittwoch wird daher von 13:30 bis 14:30 Uhr vom Bündnis für eine neue Gesamtschule in Hannover "Neue IGS - jetzt" und von anderen Gesamtschulinitiativen in Niedersachsen (insbesondere aus Schaumburg und Braunschweig) eine Kundgebung vor dem niedersächsischen Landtag stattfinden. Robert Exner, Vater an der IGS List, wird die Reden moderieren. Redner/innen sind Edith Tötsches (Elternvertreterin an der IGS List, AK Gesamtschulen), Richard Willmers (IGS-Initative Schaumburg und Ex-Schulleiter der IGS Schaumburg, angefragt), Eberhard Brandt (GEW Nds., angefragt), Wolfgang Jüttner (SPD, MdL, angefragt) >> "NEUE IGS - JETZT !"

 

HAZ+NP / 09.2007

Bündnis fordert neue Gesamtschule - lässt 200 Ballons platzen

NP, 12.09.2007 Neues IGS-Bündnis lässt 200 Ballons platzen Erst gründete sich das Bündnis „Neue IGS – jetzt!“, dann gab es gleich den Protest. Unter dem Motto „Zerplatzte Elternwünsche, zerplatzte Bildungschancen“ ließen die Mitglieder 200 Luftballons am Freizeitheim Lister Turm platzen..„Der Wille der Eltern sollte respektiert werden, und Eltern wollen teilhaben am ausgezeichneten Bildungserfolg der Gesamtschulen“, erklärt Tötsches .... HAZ, 11.09.2007 Bündnis fordert neue Gesamtschule Eltern, Gewerkschafter, SPD, Grüne und die Linke gründen Initiative. ... Das gestern gegründete Bündnis fordert, den Elternwillen zu respektieren, das Neugründungsverbot für Gesamtschulen aufzuheben und eine neue IGS zu eröffnen......>> Neue IGS - JETZT!. >>Aufruf und Unterschriftenlisten .. >> Gesamtschulen 2007

 
Ablehnungsbescheid -> Protestbrief an den Kultusminister

Auch im kommenden Schuljahr übersteigt die Zahl der Anmeldungen bei weitem die Zahl der freien Schulplätze an Gesamtschulen.
Hunderte von Eltern, die sich gemeinsam mit ihren Kindern für diese Schulform entschieden haben, bekommen einen Ablehnungsbescheid und werden mit ihrer Enttäuschung und ihrem Ärger allein gelassen. Um diesen Eltern eine Hilfestellung zu bieten, hat der Vorstand des Schulelternrates der IGS Roderbruch einen Protestbrief an unseren Kultusminister entworfen

Protestbrief gegen Ablehnungsbescheid (doc, 67 kb).

Protestbrief gegen Ablehnungsbescheid (pdf, 53 kb).

 
Fussballturnier der SPD Döhren-Wülfel für Horte und Kindergärten

>> Fussballturnier 2006

>> Fussballturnier 2007

 
Neue Broschüre "Für eine gemeinsame Schule in Niedersachsen - Gegen den deutschen Sonderweg in Europa"

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) hat eine Broschüre zur Diskussion um eine gemeinsame Schule in Niedersachsen erstellt - mit einer ausführlichen Beschreibung der Geschichte des Bildungssystems in Deutschland, mit vielen Argumenten und mit Beispielen, z.B. der IGS Franzesches Feld aus Braunschweig - gerade erst ausgezeichnet mit dem Deutschen Schulpreis. >> als pdf, ACHTUNG GROSS, 4 MB

 
HAZ, 28.04.2007 Eltern fordern mehr Lehrer

Von Bärbel Hilbig
Eltern in der Region Hannover wollen Druck machen: Sie fordern gemeinsam mit der Volksinitiative zur Verbesserung der Unterrichtsqualität kleinere Klassen, genügend Fachlehrer zur Vertretung bei Unterrichtsausfall sowie ausreichend Förderunterricht. ... „Es fällt an allen Schulen zu viel Unterricht aus. Das ist seit Jahren bekannt“, sagt Richard Lochte vom Stadtelternrat Hannover. Er geht davon aus, dass die Unterschriftenlisten an allen Schulen herumgereicht werden. Manche Eltern, wie an der Grundschule Ahlem, haben schon ganz schnell losgelegt. Auch an der Integrierten Gesamtschule Linden fiel bereits der Startschuss. Der Stadtelternrat hat Anfang dieser Woche beschlossen, die Aktion zu unterstützen. Seitdem verbreiten seine Mitglieder, genau wie der Regionselternrat, per E-Mail und auf Treffen die Unterschriftenlisten. ... An Gymnasien seien 33 Schüler in einer Klasse schon fast Standard in den unteren Jahrgängen, sagt Lochte. „Das ist in den oft kleinen Klassenzimmern nicht vertretbar.“ Die Initiative fordert an Gymnasium und Realschule eine Obergrenze von 25 Schülern pro Klasse, an Grundschule und Hauptschule soll die Grenze bei 22 Schülern liegen. Besonders ärgern die Eltern sich auch über den Ausfall von Fachunterricht und Förderunterricht. Initiator Hans-Jürgen Vogel spricht davon, dass den Kindern bis zum Ende der zehnten Klasse ein Jahr Unterricht fehle. >> Unterrichtsversorgung

>> www.volksinitiative-unterrichtsqualitaet.de ...>> Volksinitiative 2007....

 
Stadtelternrat Oldenburg, 21.03.2007 Initiative "Grundschule ohne Druck"

Hallo liebe Elternvertreter in Niedersachsen, bei uns in OL wird oft geklagt, dass die Kinder schon in der Grundschule, ja sogar schon in der Kindertagesstätte, unter Druck sind. >> Initiative Grundschule ohne Druck - 2007

Bernd Siegel - Schwanenweg 22 - 26135 Oldenburg - 0441 202112 - 01520 6632277
 

Apollo Konzept, Freitag, 13.04.2007, ab 23:00 Uhr

APPARILLO FLOTT. DJs Gebrüder Wolff, Demir Cesar, Miss Gizzle

FR 11.5.07 APPARILLO FLOTT @ApolloKonzept
ab 23 Uhr Disco & Raw Funk, Rap, obscure Breaks,
Electronic Sounds and Boogie mit
DEMIR CESAR, GEBRÜDER WOLFF und MISS GIZZLE

 

SA 19.5.07 ROCK THE CLASH @ ApolloKonzept
ab 23 Uhr Rap, Ragga & Mash Up-Sounds
mit DEMIR CESAR, MISS GIZZLE und DJ Mixgeburt

Miss Gizzle

Apparillo Flott

LoveboatProduction - MS Loveboat

www.myspace.com/miss_gizzle www.myspace.com/apparilloflott www.myspace.com/msloveboat
 
 

Miss Gizzle

Apparillo Flott

LoveboatProduction - MS Loveboat

www.myspace.com/miss_gizzle www.myspace.com/apparilloflott www.myspace.com/msloveboat
 
GEW, 10.03.2007 Die GEW lehnt die Einführung eines „Zwei-Säulen-Modells“ ab

Beschluss des GEW-Hauptvorstandes am 10. März 2007

Es ist eine falsche Weichenstellung, denn es ist nicht darauf angelegt, die soziale Auslese im Bildungswesen in Deutschland zu überwinden. Das Modell löst die Probleme des traditionell gegliederten Schulsystems nicht und eröffnet keine Perspektive für einen Übergang zu einer „Schule für Alle“.

>> http://www.gew-nds.de/Aktuell/archiv_maerz_07/beschluss_zwei_saeulen.pdf

GEW Niedersachsen
 
HAZ, 10.11.2006 Linden dreht den Hahn auf

>> Der genaue Tag der Eröffnung wird auf der Homepage www.apollo-concept.de veröffentlicht

Hannovers Szene-Stadtteil Linden wird noch ein bisschen szeniger. An allen Ecken werden Lokale eröffnet oder etablieren sich gerade. Das ehrgeiziste Projekt ist sicher das Apollo. Ein Statusbericht.

Von Stefanie Kaune
In der Stadt ist es einmalig, das Apollo-Kino in der Limmerstraße. Einmalig in ihrer Art ist auch die Comedy-Reihe „Lindener Spezialclub“ in Hannovers letztem Hinterhofkino. Und nun soll dort alles noch ein bisschen „einmaliger“ werden: Auf dem Kinogelände entsteht derzeit das „Apollo Konzept“, ein Veranstaltungszentrum mit einer ganz eigenen Mischung aus Kultur, Gastronomie und Club. „Wir wollen eine Marke schaffen und ein Anziehungspunkt über Linden hinaus sein“, sagt Initiator Martin Scheele (43), der das Projekt vor gut einem Jahr angeschoben hat und mit einem Dutzend Gleichgesinnter vorantreibt.
Seit fünf Monaten läuft der Umbau, Eröffnung sollte eigentlich am Freitag sein. Doch in letzter Minute geriet der Zeitplan aus den Fugen: „Wir haben Lieferungen von zwei Baufirmen nicht rechtzeitig bekommen“, bedauert Scheele. Mit seinen Mitstreitern will er sich nun Freitagabend in Bauwesten vor die Tür stellen, um mögliche Gäste zu informieren, die von der Verschiebung der Eröffnung nichts mitbekommen haben. Am 1. Dezember werde es aber endgültig losgehen, verspricht Scheele.
Viel soll künftig in dem Gebäudekomplex möglich sein – von der Lesung bis zum Theaterstück, vom Abend mit DJ bis zum Livekonzert, vom Essen zu zweit bis zur Betriebsfeier. Und natürlich setzen die Macher weiter auf die Zugkraft von „Spezialclub“-Gastgeber Desimo sowie auf das Kino als solches. Gerade ist es gelungen, das Kurzfilmfestival „Und bitte…!“ vom Cinemaxx nach Linden zu holen. Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule, Theatergruppen und anderen Kulturschaffenden gehört fest zum Konzept. Auch finanziell gibt es genaue Vorstellungen: „Wir sind kein subventionierter Kulturbetrieb, sondern haben wirtschaftliche Ziele“, sagt Scheele, der auf Erfahrung im Ausland mit dem Aufbau von Unternehmen zurückblicken kann. Eine GmbH wurde gegründet, die Einnahmen aus Gastronomie und Vermietungen sollen die Kultur mitfinanzieren.
Das Team arbeitet weiter mit Hochdruck daran, aus den jahrzehntelang unrenovierten Räumen freundliche, moderne Gastronomie- und Veranstaltungsflächen zu machen.
Aus der ehemaligen Kneipe „Klimbim“ ist der Restaurantbereich geworden, der sich schlicht „Gasthaus“ nennt. Im Zwischengeschoss gibt es einen „Salon“ als ruhigen Raum für Gespräche, im Keller unter dem Gelände, dem neuen „U-Markt“, sind drei Veranstaltungsräume entstanden. Demnächst sollen noch der Innenhof und das Dachgeschoss überm Kino umgestaltet werden.
Finanziert wurde alles mit Eigenkapital – und ganz viel Eigenleistung. Durch persönliche Bekanntschaften kam um Scheele nach und nach eine Gruppe von Schülern, Studenten und Auszubildenden zusammen, die gern mit anpackten
. Ein Kernteam hat dann feste Aufgaben übernommen. Architekturstudentin Jenni Schmidt (25), inzwischen diplomiert, hat die Umbaupläne gezeichnet. André Hennigs (23), der während seiner Lehre zu der Gruppe stieß, ist jetzt fürs Veranstaltungsgeschäft zuständig. Um die Finanzen kümmert sich Ilona Koch (37), die Gastronomie liegt in den Händen der beiden Profis Oswaldo Olmedo (36) und Chris Streb (32). „Wir sind ein echtes Gemeinschaftsprojekt“, sagt Scheele..

Es sieht zwar nicht so aus, aber Apollo-Konzept will am 1. Dezember öffnen. Daran arbeiten Jenni Schmidt, Martin Scheele, Chris Streb, André Hennigs und Oswaldo Olmedo. Steiner

C wie Central - Bar Central: Aus dem „Centrum“ am Lindener Markt wird die „Bar Central“. Die Renovierungsarbeiten in dem zuletzt arg heruntergekommenen, aber überaus beliebten Treffpunkt laufen auf Hochtouren. Die neue Chefin Polli Pizzirani (Bild) will im Dezember eröffnen. An der Atmosphäre will sie nichts verändern: Sofas und Sessel im Retrostil werden weiterhin neben Tischen und Stühlen stehen. Selbst das neue Logo über der Tür wird sich an das alte mit dem markanten großen „C“ anlehnen. Auch die DJs aus dem „Centrum“ und das legendäre Marktfrühstück am Sonnabend bleiben. Neu ist allerdings die kleine Speisekarte: Spezialitäten sind Pastagerichte mit allen erdenklichen Soßen. ste

Kleine Kneipe - Härtekrug: Club, Bar oder Lounge – in der Gastronomieszene scheint es niemanden mehr zu geben, der schlicht und ergreifend eine Kneipe aufmacht. Das wird jetzt anders: In der Falkenstraße eröffnen Heiko Seeger (34, Bild) und Lars Schillberg (32) den „Härtekrug“, eine echt rustikale Gaststätte. „So was fehlt hier in der Ecke“, sagt Seeger, der nur wenige Schritte entfernt die Bar „Bronco’s“ am Schwarzen Bären betreibt. In den früheren Räume eines spanischen Restaurants werden bald Currywurst und Schnitzel serviert, auch Kneipentraditionen wie Krökeln und Flipper werden gepflegt. Eröffnung ist in den nächsten Tagen – je nachdem, wann die letzte Genehmigung vorliegt. ste

Kaffee ohne é - Marktkaffee: Seit gut vier Wochen finden Freunde der gepflegten Kaffee- und Feinkostkultur wieder ihre Anlaufstelle am Lindener Markt. In den Räumen des ehemaligen Cafés und Delikatessengeschäfts „Franzotti“, das vor einigen Monaten geschlossen hatte, lädt jetzt das „Marktkaffee“ ein. „Wir wollten, dass der Name etwas auffällt“, sagt Inhaber Florian Meise (29, Bild). Deshalb erschien es den Betreibern ein bisschen zu simpel, das schicke kleine Lokal schlicht „Marktcafé“ zu nennen. Belegte Panini und Kuchen werden bereits serviert, ein kleiner Mittagstisch ist in Planung. Und zum Mitnehmen bieten Meise und sein Team auch Schokoladen, Weine, Pastasoßen und weitere Leckereien an. ste

Unterm Stier - Casados: Ausgezeichnet passt die kleine Tapasbar ins spanische Viertel in Linden-Süd. In der Deisterstraße, unweit der „spanischen Kolonie“ auf dem Ahrberg-Gelände, betreiben die Brüder Andres (24, Bild) und Sascha Casado (32) seit einem Vierteljahr ein Lokal, das ihren Namen trägt: Mit dem „Casados“ haben sie sich einen gemeinsamen Traum erfüllt. Die Einrichtung ist markant: Ein 100 Jahre alter Stierkopf schaut von der Decke, und vor Kurzem hat Andres zum ersten Mal den kleinen Kamin in der Ecke befeuert. Erfreulich gut laufe die Bar bisher, sagt er. Künftig wollen die Brüder nicht nur aufs Abendgeschäft setzen, sondern auch schon vormittags öffnen – mit Frühstück. ste

 

E-Mail, 27.11.2006

Austritt des Landeselternrates Niedersachsen aus dem Bundeselternrat

Der Stadtelternrat dankt für die Rückmeldungen zum offenen Brief an den LER

Der Stadtelternrat Hannover bedankt sich für die vielen hundert positiven Rückmeldungen zum offenen Brief an den LER. Es wäre sicher sinnvoll und notwendig, wenn Eltern und Elterngremien nicht nur uns, sondern auch dem LER ihre Meinung zum Austritt mitteilen. Bitte teilen Sie uns mit, ob wir Ihr Schreiben auf unserer Homepage veröffentlichen dürfen.
Mit freundlichen Grüßen im Auftrag des Vorstandes Garnet Eichholz

>> Artikel und Schreiben zum Austritt des Landeselternrates Niedersachsen aus dem Bundeselternrat

>> Landeselternvertretungen zum Austritt des LER Nds. aus dem BER

>> Eltern und Elternräte aus Niedersachsen zum Austritt des LER Nds. aus dem BER

>> Offener Brief des Stadtelternrates Hannover an den Landeselternrat wegen dessen Austritt aus dem Bundeselternrat (pdf, 20 KB)

>> Offener Brief des Regionselternrates Hannover an den Landeselternrat wegen dessen Austritt aus dem Bundeselternrat (pdf, 88 KB)

 

E-Mail, ab 23.11.

"An den LER: Wer hat Sie zu diesem Schritt legitimiert ?"

Edith Tötsches: "Sehr geehrte Elternvertreter im niedersächsischen Landeselternrat. .. Wer hat Sie legitimiert, diesen schwerwiegenden Schritt zu gehen ?"

Reinhard Komar: "BER-Austritt rückgängig machen und zurücktreten!"

Wolfgang Schulz-Binz: "... lang beklagte fehlende Transparenz des LER, seine zweifelhafte Bodenhaftung zur Basis und sein Demokratieselbstverständnis ..."

Gabriele Gebauer, Wolfsburg: "Hallo Herr Schmieding" - "... warum stellt sich der LER auf die Seite des Philologenverbandes und der nds. Landesregierung ?"

Susanne Wöbbekind: "... erfasst der Brief eine umfassende und klare Wiedergabe der Elternvertreter", "mit egoistischen Ideologie-Debatten endlich aufhören!"

Angelika Veit: "Als Elternvertreter kann ich mich nicht nur für das Wohlergehen der Kinder meiner eigenen Schulform einsetzen, sondern muss die zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen und Anforderungen an unsere Kinder berücksichtigen."

Gerrit Rassow: "... finde ich das Schreiben gut!"

>> Reaktionen auf den offenen Brief des Stadtelternrates Hannover

 

Hannover, 24.11.2006

"Als Elternwille noch zählte ..." - CDU und Elternwille ?

In den Kronsberg-Nachrichten vom 17.11.2006 erschien ein Leserbrief von Gabriele Jakob (MdL und CDU-Ratsfrau) als Antwort auf einen Artikel von Michael Klie "Eltern wollen die Gesamtschule am Kronsberg auch mit Oberstufe". Sie schrieb: "Jeder, der sich etwas näher mit Schulpolitik beschäftigt, weiß, dass die CDU dem Elternwillen besondere Bedeutung zumisst. Wir lassen uns von der - eigentlich selbstverständlichen Überlegung leiten, dass die Eltern in aller Regel am besten wissen, welcher Bildungsweg für ihre Kinder optimal ist."
Aber: Bei der CDU hat der Wille zum Elternwillen Grenzen.

Die CDU ist die Partei der Marktwirtschaft. Nachfrage ist Elternwille. Auf dem Markt entscheidet die Erwartung auf langfristig steigende Nachfrage, das Angebot erhöht wird. Seitdem ich mich erinnern kann, war die Nachfrage nach Gesamtschulplätzen und der Wunsch neue Gesamtschulen einzurichten, größer als das örtlich vorhandene Angebot.
Der erste Schritt von CDU und FDP nach Erreichen der Mehrheit im Landtag war es, zu verbieten, das neue Gesamtschulen gegründet werden. Die IGS Kronsberg hatte Glück. Sie war vor dieser Zeit eingerichtet. Die Initiative für eine IGS Nord hatte Pech. Sie kam zu spät.
Die letzte Anmelderunde zu Gesamtschulen zeigte erneut: Es gibt Standorte von Integrierten Gesamtschulen, da könnte nur eine zweite Gesamtschule die Nachfrage zufrieden stellen: Mühlenberg, List, Schaumburg .... Es gab zahlreiche Orte, an denen Initiativen für Kooperative Gesamtschulen (KGS) entstanden waren. Die KGSen vereinen die verschiedenen Schulzweige des gegliederten Schulsystems in einer Schule. Mit der CDU/FDP kam das Ende für diese Art von Elternwille. Der Wille zum Elternwillen hat bei der CDU Grenzen. Starre Grenzen. Ideologisch starre Grenzen.

Auch das ist Elternwille: Die Hauptschulen in Hannover werden nur wenig angewählt. Als Reaktion darauf, dass Hauptschüler geringere Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben als Realschüler oder Gymnasiasten. Die Hauptschulen in Hannover leisten hervorragende Arbeit - das reicht aber nicht. Der fünfte Jahrgang der Hauptschule im Schulzentrum Bemerode besteht nur noch aus neun Mädchen und Jungen. Kooperative Systeme, in denen Schulzweige in einer Schule zusammengefasst sind, wären oft ein erster sinnvoller Schritt.

Das wollen Eltern: Eine gute Vorbereitung auf die Bewerbung und auf den Beruf. In Hannover hat in diesem Jahr das Regionalnetzwerk zum drittenmal ein Gütesiegel an Schulen mit guter Berufsvorbereitung verliehen. An viele Hauptschulen z.B. die Heinrich-Heine-Schule , die Peter-Petersen-Schule, an die St.Ursula-Schule und (bis auf eine Ausnahme) an alle Integrierten Gesamtschulen in Hannover. Da gibt es mehrere Praktika, Bewerbungstraining mit Personalchefs aus Betrieben, Unternehmenssimulation, Schülerfirmen, Fachpraktischen Unterricht in und Kooperation mit Berufsschulen, Zusammenarbeit mit Firmen. "Da kann man wohl nicht mehr tun!" lobte eine Schulinspektorin die Berufsvorbereitung in einem Gespräch mit den Eltern an einer IGS.

Das wollen Eltern nicht: Immer, wenn die Unterrichtsversorgung auf statistische 95 % gesunken ist, dann gab es einen neuen Erlass. Der neue Erlass führte dann dazu, dass die Statistik wieder 100% aufweist. Obwohl jeder weiss, dass 100 % die Ausfälle bei Krankheit nicht berücksichtigt. Der zweite Schritt von CDU und FDP war es, einen neuen Erlass zu beschließen, damit die Statistik 100 % aufweist. Die Kürzungen der Lehrerstundenzuweisung bei Gesamtschulen waren gewollt überdurchschnittlich.
Elternwille ist es jedoch nicht, dass der Kultusminister verkünden kann, dass statistische 100% erreicht sind, sondern Elternwille ist es, dass guter Unterricht stattfindet, dass jedem Kind Förderung erteilt wird, dass muttersprachlicher Unterricht stattfindet, dass es Schulpsychologen gibt, dass es Hausaufgabenhilfe gibt, dass die Sprachförderung in den Kindertagesstätten in Hannover durch das Land nicht um 1/3 gekürzt wird. Und auch da muss man leider feststellen: Streichungen, Kürzungen.
Der Begriff "Elternwille" darf nicht zum Schlagwort verkümmern, sondern sollte wirklich mit Inhalten gefüllt werden.

Hans-Dieter Keil-Süllow

>> mehr zu Süllows in Hannover

mehr zum Stadtelternrat Hannover: www.stadtelternrat-hannover.de

mehr zum Schulelternrat der IGS Hannover-Linden: www.schulelternrat.de

mehr zu Hannoverschen Gesamtschulen: www.gesamtschule-hannover.de

mehr zur SPD Hannover Döhren-Wülfel: www.spd-doehren-wuelfel.de

mehr bei wikipedia über Hannover: http://de.wikipedia.org/wiki/Hannover

mehr bei wikipedia über den Stadtteil Döhren-Wülfel: http://de.wikipedia.org/wiki/Hannover

 

Offener Brief, 22.11.2006

Stadtelternrat Hannover zum Austritt des LER aus dem BER

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 06.11.2006 wurden die Eltern Niedersachsens durch Presse- und landesweite Medienberichte informiert, dass der Landeselternrat (LER) am 03.11.06 den Austritt aus dem Bundeselternrat (BER) beschlossen hatte.

Dieses Vorgehen ist umso verwunderlicher, als kurz vorher, am 30.09.06, eine Tagung des LER mit den niedersächsischen Kreis- und Stadtelternräten (KER, StER) in Hannover stattgefunden hat und dort die Möglichkeit bestanden hätte, diese wichtige Absicht vorzutragen, Argumente für und wider zu diskutieren, und ein Meinungsbild der Elternvertreter einzuholen.
Somit stellen sich also einige Fragen:

Wer von den handelnden Personen hat im BER aktiv mitgearbeitet und konnte aus eigener Erfahrung sprechen? Gab es im Vorfeld der Entscheidung Gespräche zwischen den Vorständen des LER und BER? Warum wurde den KER und StER nicht darüber berichtet? Wer vermittelte den Elternvertretern im LER den Eindruck, dass die niedersächsischen Eltern mit der Arbeit des BER nicht zufrieden sind?

Im Nachhinein stellt sich zusätzlich folgende Frage: Wie ehrlich wurde in der Veranstaltung die Diskussion um eine verbesserte Kommunikation und Zusammenarbeit der Gremien geführt, wenn ohne Informationen und Rückfragen an die Basis eine Entscheidung dieser Tragweite getroffen wird? Das ist nicht die neue Transparenz, die die KER und StER seit langem fordern und die ihnen zugesagt wurde.

In einer persönlichen Stellungnahme von Herrn Schmieding ist die Rede von gravierenden Verstößen des BER gegen die Geschäftsordnung, die auf über 80 Seiten zusammengefasst sind. Warum werden diese Tatbestände nicht öffentlich dargelegt? Glaubt der LER die Eltern wären mit dem Lesen überfordert oder könnten der Argumentation nicht folgen?
Eine Änderung der Satzung der Geschäftsordnung des BER war bereits vom LER beantragt und ein LER-Mitglied für die AG im BER benannt. Warum wurden den StER und KER die Änderungsvorschläge nicht bekannt gemacht? Warum dieser plötzliche Termindruck? Hatte man Angst, die Forderungen des LER könnten erfüllt werden? Warum wurden diese Fragen nicht im Vorfeld diskutiert?

Welches Demokratieverständnis verbirgt sich hinter der Forderung an den BER, dass Resolutionen nur einstimmig verabschiedet werden dürfen? Sind Mehrheiten im BER nur deshalb nicht ausreichend, weil sie nicht den Vorstellungen einiger Mitglieder des LER entsprechen?
In der Satzung des LER wird man wohl kaum so einen Passus finden: Denn einstimmig wurde der Austritt auch nicht beschlossen.

Die in der Pressemitteilung des LER vorgetragenen Argumente wirken fadenscheinig und konstruiert.

Viele Resolutionen des BER, der vor allem ein freies, beratendes Gremium ist, wurden vom StER Hannover und anderen Elternräten in Niedersachsen in den letzten sechs Jahren unterstützt. Es wurde begrüßt, dass der BER aktiv an Prozessen (Bildungsstandards, Ganztagsschule, frühzeitliches Lernen im Kindergarten und für längeres gemeinsames Lernen) mitwirkte und dadurch die von Eltern geforderten Reformen eingeleitet hat. Der BER hat sich für eine größere Transparenz in der Bildungspolitik eingesetzt, sich an bildungspolitische Debatten beteiligt und mehrheitlich Strategien entwickelt, die einer Zersplitterung der Bildungspolitik entgegenwirken sollten.

Der Föderalismusreform und der durch sie ausgelösten bildungspolitischen Kleinstaaterei stehen gerade die Eltern an der Basis, die heute beruflich flexibel und mobil sein müssen, sehr kritisch gegenüber. Denn ein Wohnortwechsel von einem Bundesland ins andere kann erhebliche schulische Nachteile für die Kinder und für den Geldbeutel der Eltern mit sich bringen (siehe hierzu Studien zur UV, Schüler-Lehrer-Relation, Bildungskosten der Eltern in den verschiedenen Bundesländern, unterschiedliche Lerninhalte, etc.).

Da die Länderegoismen jedoch immer weiter wachsen, brauchen wir bundesweit einheitliche elterliche Perspektiven, um für alle Schüler im gesamten Bundesgebiet gleiche Verhältnisse zu schaffen. Elterngremien müssen bundesweit mit einer einheitlichen, durch demokratische Mehrheitsbeschlüsse gesicherten Stimme sprechen und dürfen sich nicht auseinander dividieren lassen. Warum dies (laut Pressemitteilung des LER) aufgrund des föderalen Systems nicht möglich sein soll, ist nicht nachzuvollziehen.

Grundsätzlich sollten Elterngremien vermeiden dieser Art von "Föderalismus" nachzueifern, denn dies schwächt die Position der Eltern, egal welcher Schulform sie angehören. Nur gemeinsam, über alle Schulformen und Bundesländergrenzen hinweg, sind Eltern stark.

Daher fordern wir, den Beschluss zum Austritt aus dem BER rückgängig zu machen und die Arbeit im BER wieder aufzunehmen.

Gleichwohl bleiben viele Fragen offen:

Will der LER in länderübergreifenden, bildungspolitischen Fragen nicht mehr durch den BER vertreten werden? Oder, anders gefragt, durch wen möchte der LER zukünftig vertreten werden? Will der LER in Zukunft nicht mehr an bildungspolitischen Weichenstellungen beteiligt sein? Wurden solche Überlegungen bei der Entscheidung zum Austritt berücksichtigt?
Ist der für den Austritt maßgeblich verantwortliche Vorstand wirklich frei von ideologischen Interessen? Immerhin ist doch das Thema Gemeinschaftsschule als Grund für diesen Schritt genannt worden. Diese, in der deutschen Diskussion zu PISA, zur Systemfrage hochgekochte Thematik hat gerade erst wieder einen diplomatischen Disput zwischen Deutschland/Österreich und dem Rest der EU hervorgerufen. Zeitungsberichten zufolge konnte Deutschland nur knapp einen starken Rüffel vermeiden. Und hier sollen sich Eltern auf Bundesebene "neutral" verhalten, also ohne Stimme bleiben?"

Eifern die Elternvertreter im LER der Landesregierung, namentlich dem Kultusminister nach, der auch aus der KMK austreten wollte?
Möchten sich im LER vielleicht einzelne Personen profilieren und eine Konkurrenzorganisation schaffen, die dann als Gegengewicht zum BER agiert? Wieso kann der "Verband der Elternräte der Gymnasien e. V." in der Presse als Vertretung der gymnasialen Eltern auftreten? Zitat: Auch aktuell haben die Elternvertreter aus Gymnasien im Landeselternrat viel Gewicht; sie treten für das gegliederte Schulwesen ein.
Hat der Verband mehr Gewicht als Elternvertreter anderer Schulformen? Was macht der Verband im LER? Sind keine Vertreter der Gymnasien im LER vorhanden, sodass ein eingetragener Verein, ohne jede demokratische Legitimation, sie vertreten muss?
In diesem Zusammenhang fordern wir vom LER offiziell eine Auskunft, wie viele gymnasiale Schulelternräte durch diesen Verband in Niedersachsen und in der Region Hannover vertreten werden! Dazu gehört auch eine Richtigstellung zur legitimen Vertretung der Gymnasien auf Landesebene in der Presse.

So wie der LER beim BER nicht die parteipolitisch Neutralität gewahrt sah, sind jetzt auch viele niedersächsische Eltern an der Basis der Auffassung, dass sich der LER mit seiner Entscheidung von Informations- und Einflussmöglichkeiten abgekoppelt hat, um parteipolitische Ideologien zu zementieren.
Die Fragen, die sich viele Eltern in Hannover im Moment stellen, lauten: In wie weit ist der LER noch ein Elternvertretungsgremium und sind hiesige Eltern noch durch den LER vertreten? In wie weit ist der LER noch ein Gremium, das die Interessen aller Eltern (und nicht seine eigenen) vertritt? Ist der Anachronismus einer staatlich einberufenen und gelenkten Elternvertretung noch zeitgemäß?

Unter diesen Umständen scheint es sinnvoller zu sein, einen freien, unabhängigen und schulformübergreifenden Verband zu gründen, der die Interessen der niedersächsischen Schulen gegenüber der Politik und insbesondere dem Kultusministerium vertritt. Eltern sollen nach dem neuen niedersächsischen Schulgesetz vor Ort und nach ihren Bedürfnissen entscheiden. Zur Eigenverantwortlichen Schule gehört ein eigenverantwortlicher Elternverband, der einer jährlichen Inspektion durch seine Mitglieder unterliegt!

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand des Stadtelternrates
Richard Lochte, Cordula Dietrich, Garnet Eichholz, Angelika Kunkelmoor. Ferdinand Holst

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HAZ, 10.11.2006 „Wir trauen uns mehr zu“

Ihre Kinder besuchen eine deutsche Schule, doch vielen ausländischen Eltern ist der Alltag dort fremd. Darum versuchen die Schulen, direkt auf die Familien zuzugehen. Zwei Beispiele.

Von Bärbel Hilbig
Jedes Jahr hängt Schulsozialarbeiterin Dorothea Mohlfeld Transparente auf, um den kurdischen Schülern an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden alles Gute zu ihrem Neujahrsfest zu wünschen. Dabei fühlt sich Mohlfeld immer mehr als Stellvertreterin. „Die ausländischen Eltern bringen sich nicht in das Schulleben ein. Wir wünschen uns, dass sie genauso mitgestalten und entscheiden wie die deutschen Eltern“, sagt die Sozialarbeiterin. An vielen Schulen sieht die Situation ähnlich aus. Das Beispiel mit dem Neujahrsfest ist sicher nur ein Detail. Das Problem liegt tiefer: Wenn Einwanderereltern einen Bogen um die Schule machen, fühlen sich oft auch ihre Kinder dort einfach nicht zu Hause. „Wir wollen aber, dass die Kinder sich als Teil der Schule empfinden und die Eltern uns bei ihrer Förderung unterstützen“, sagt Mohlfeld.
Die IGS Linden nimmt deshalb jetzt eine neuen Anlauf. Sie hat in verschiedenen Einrichtungen in Linden zwölf Muttersprachler gefunden, die spezielle Elternabende für fünf verschiedene Einwanderergruppen anbieten. „Es gibt unbewusste Barrieren, über die wir bisher nicht hinüberkommen“, erklärt Erich Schuler, Leiter der Sekundarstufe I. Neben Sprachproblemen spielten dabei Ängste und andere Lebensgewohnheiten eine Rolle. Bei rund 40 Prozent der Schüler in der Sekundarstufe I sind Eltern oder Großeltern eingewandert. Die größten Gruppen kommen aus dem türkischen, kurdischen, polnischen, russischen oder persischen Kulturkreis. Die Vermittler haben sich in einem Workshop auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Für jede Gruppe sind zwölf Elternabende in ihrer Muttersprache geplant.
Für eine Ideallösung halten die Lehrer es zwar nicht, wenn die Eltern nun auch in der Schule auf das Deutschsprechen verzichten können. „Es ist uns aber lieber, wenn sie sich in ihrer Sprache austauschen und sich dabei bei jemandem informieren, der sich im deutschen Schulsystem auskennt“, sagt Schuler. Finanziert wird das 19 000 Euro teure Projekt für 18 Monate vom Bezirksrat Linden-Limmer, dem Förderverein der IGS, der TUI-Stiftung und der Robert-Bosch-Stiftung. Die Lehrer hoffen, durch das Projekt besser mit den Zuwanderern ins Gespräch zu kommen. Und Bedarf dafür besteht reichlich. „Wir würden uns lieber darüber streiten, ob ein Kind auf die Klassenfahrt mitkommt, statt einfach eine Krankmeldung zu bekommen“, sagt Sozialarbeiterin Mohlfeld.
„Die Unkenntnis über das deutsche Schulsystem ist bei Einwanderern oft sehr groß, selbst wenn sie schon lange hier sind“, erklärt Beatrix Albrecht, Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule. Die Lehrer der Lindener Grundschule merkten jedoch, dass sie die Eltern mit Vorträgen und rein sachorientierten Informationen oft nicht erreichten. „Wenn wir Themen vorgeben, funktioniert das nicht“, sagt die Schulleiterin.
Seit gut einem Jahr geht die Schule erfolgreich einen anderen Weg: Sozialarbeiterinnen vom Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) organisieren immer Freitag früh ein Elterncafé in der Schule. Der Fachbereich Jugend und Familie der Stadt finanziert die Arbeit befristet als offenes, präventives Angebot. Zunächst luden die Fachfrauen Mütter ein, die ihr Kind ohnehin morgens zum vorschulischen Sprachunterricht brachten. Inzwischen hat sich im Stadtteil herumgesprochen, dass es das Angebot gibt. Manchmal kommen nun auch Mütter, die noch kein Kind an der Schule haben – und oft drehen sich die Gespräche um Erziehung: Wie gelingt es, dass die Kinder weniger Süßigkeiten essen und nicht so viel fernsehen? Was ist Logopädie, und muss sich das Kind in der Schule an den christlichen Glauben anpassen?
„Für mich ist das eine Gelegenheit zum Meinungsaustausch“, sagt die 28-jährige Sevda Kaydu, die zu den Stammgästen zählt. Ihr selbst lag eine Frage besonders auf der Seele: Andere Eltern hatten ihr auf dem Spielplatz erzählt, dass die Kinder beim Gesundheitstest vor der Einschulung ihren Namen schreiben und ein Dreieck zeichnen müssen. Als sie nun hört, dass das nicht stimmt, ist sie erleichtert. „Ich wollte sichergehen, dass mein Sohn das auch schafft.“
Für die meist türkischen Mütter sind die zwei Stunden pro Woche eine kostbare Zeit – ohne Hausarbeit, Familie und Job. Beim Elterncafé sprechen sie auch einmal über sich selbst und treiben im Gymnastikraum der Schule Sport. „Dann sitzen wir nicht allein zu Hause und trauen uns eher, etwas zu machen“, sagt Sevda. Das kommt auch den Kindern zugute. „Viele Eltern haben offensichtlich Fragen, die wir hier beantworten können“, sagt Sozialarbeiterin Annette Zampolin. Und danach falle vielleicht auch das Gespräch mit den Lehrern leichter, die oft als Autoritäten wahrgenommen würden.

Stammgäste: Jede Woche treffen sich türkische Mütter in der Albert-Schweitzer-Schule. Auch die IGS Linden setzt auf Integration.
 
HAZ, 10.11.2006 „„Eltern müssen etwas tun“

nachgefragt… .. bei Sevinc Yada, Lehrerin und Fachberaterin für interkulturelle Bildung bei der Schulbehörde.

Stimmt es, dass Einwanderer der Schule häufig distanziert gegenüberstehen?
Ja, das zeigen etliche Untersuchungen. Es bedeutet aber nicht, dass die Eltern kein Interesse haben. Oft besteht ein hohes Bildungsstreben.
Welche Gründe führen zu dieser Distanz?
Das hängt vom Bildungsstand ab und davon, ob sich Einwanderer in dieser Gesellschaft akzeptiert fühlen. Viele hatten in der deutschen Schule selbst keinen Erfolg. Oft fehlt ihnen auch Orientierung. Sie schwanken, für welche Gesellschaft sie die Kinder erziehen sollen. Viele haben Angst, die Schule wolle die Kinder verdeutschen. Es ist ein großes Problem, dass viele Frauen erst zum Heiraten herkommen. Sie können kein Deutsch und mögen daher nicht mit Lehrern sprechen.
Wie lässt sich der Kontakt verbessern?
Lehrer sollten lernen, wie sie Kindern und Eltern vermitteln, dass sie deren Kultur und Sprache anerkennen. Ich selbst bin mit neun Jahren als Kind von Gastarbeitern hergekommen. Für mich war Schule Heimat, weil ich tolle Lehrer hatte. Sie haben mir das Gefühl gegeben, mich wahrzunehmen, wie ich bin.
Sie selbst dolmetschen bei Gesprächen in der Schule. Ist das eine Lösung?
Eltern, die nicht Deutsch sprechen, brauchen akut Hilfe. Trotzdem müssen sie die Sprache lernen, am besten vor der Einwanderung. Einwanderer sind keine Opfer, sie sind Teil der Gesellschaft und müssen etwas dafür tun. Sie tragen Verantwortung für sich und ihre Kinder. Das geht nicht ohne Deutschkenntnisse.
Interview: Bärbel Hilbig

HAZ, 06.09.2006 1499 Meter bis zum Menschen  
Schulbiologiezentrum zeigt Stationen der Erdgeschichte. >> Schulbiologiezentrum
Von Bärbel Hilbig

Wann ist das Erdöl entstanden? Seit wann gibt es Fische? Einen Spaziergang durch die Geschichte der Erde bietet jetzt das Schulbiologiezentrum in Burg. Durch das Gartengelände schlängelt sich ein gut 1,5 Kilometer langer Pfad mit 86 Bild- und Texttafeln. Jeder Meter entspricht rund drei Millionen Jahren. Die Tafeln erläutern wichtige Ereignisse in der Entwicklung der Erde wie etwa das Auftauchen der ersten Tiere vor 600 Millionen Jahren. Der Weg beginnt mit der Entstehung der Sonne und der Erde vor etwa 4,6 Milliarden Jahren. Der Mensch taucht erst 1,5 Meter vor dem Ende auf.
„Es geht um einen unvorstellbar langen Zeitraum. Es passt deshalb, dass wir den dienstältesten Oberbürgermeister hier haben“, sagte Klaus Thomaier, Leiter des Schulbiologiezentrums, bei der Eröffnung. Herbert Schmalstiegs 34 Dienstjahre nehmen sich im Vergleich dazu bescheiden aus: Nach Thomaiers Berechnungen würden sie im Maßstab der Ausstellung ganze 0,01 Millimeter ausmachen. Schmalstieg nahm es mit Humor. „Ich glaube, das ist die längste Ausstellung, die es je hier gab.“
Die Ausstellung „Schritte durch die Zeit“ wurde von Forschern in Kalifornien entwickelt. Die deutsche Version ist seit 2001 vor allem in der Schweiz zu sehen gewesen. „Wir wollen damit zeigen, wie viel Zeit unser Planet gebraucht hat, bis er so weit war wie heute“, sagt Iris Wehberg von der Stiftung Drittes Millennium, die die Ausstellung finanziert.
Das Schulbiologiezentrum, Vinnhorster Weg 2, ist montags bis freitags von 8 bis 16.30 Uhr sowie sonntags von 10.30 bis 12 Uhr geöffnet. Kommenden Sonntag zum Umweltforum steht das Gelände Besuchern von 10 bis 17 Uhr offen. Der Eintritt ist frei.

Juli 2006 - Fussballturnier des SPD-OV Döhren-Wülfel
August 2005 - Zu Besuch bei Meike in Berlin
Berlin 2005
2005 - 08  Berlin
Potsdam 2005
Berlin 2005 - Gang durch Prenzlauer Berg
Zu Schiff auf Spree und Landwehrkanal
Potsdam - Sanssouci
FINNLAND Juli 2004 CUBA März-April 2004  
Playas del Este

Tagebuch der Reisen im Jahr 2004

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KUBA  AKTUELL :  Kuba reagiert auf neue Sanktionen    HAVANNA dpa  Die kubanische Regierung hat als Reaktion auf die von den USA angekündigte Verschärfung der Wirtschaftssanktionen am Montag eine Reihe von Notmaßnahmen beschlossen. Unter anderem ist vorgesehen, den Verkauf in den Devisenläden stark einzuschränken. In diesen Läden können gegen Dollar Importprodukte erworben werden. Außerdem solle die Förderung von Rohstoffen wie Nickel, Kobalt und Erdöl verstärkt werden. Die USA lässt Exilkubaner ihre Verwandten auf der Insel seit letzter Woche nur noch einmal alle drei Jahre besuchen. Überweisungen dürfen nur noch an engste Verwandte gemacht werden. Viele kubanische Familien sind von dem Geld, das Verwandte aus den USA schicken, abhängig. Exilkubaner haben die Sanktionen, mit denen die USA einen Regimewechsel in Havanna erzwingen möchte, als "kontraproduktiv" kritisiert.     taz Nr. 7356 vom 12.5.2004, Seite 10, 30 Zeilen (Agentur)
Skiurlaub am Thurntaler 2003 / 2004
--> Morgens am Thurntaler  2003 / 2004 ---> Skifahren am Thurntaler  2003 / 2004
Bilder vom Protest gegen den Kahlschlag bei den Gesamtschulen
die ersten sechs Bilder die Bilder 7 - 12 die Bilder 13 - 18 die letzten Bilder
Urlaub in Mallorca und am Thurntaler
--> Skiurlaub am Thurntaler  2001 ---> Sommerlaub am Thurntaler  2003 ->  im Mallorca 2001 
Reise
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Portal für linke Politik udn Wissenschaft von 17 Zeitschriften
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http://www.mallorca-homepage.de/inseltour/soller.html
http://www.mallorca.citysam.de/suedosten.htm
http://www.tce-reisen.de/hotel/balearen/mallorca/3136-hotel-villa+sirena,cala+figuera
http://www.hotel-villa-sirena.de/ Club Blaues Reisen
http://www.hotelvillasirena.com/
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